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Region Wunstorf Nachrichten Moorgarten soll bei Sanierung naturnäher werden
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13:08 19.08.2019
Gesperrt: Der Moorgarten wird aktuell für 50.000 Euro saniert. Quelle: Andreas Harmening
Hagenburg

Im Moorgarten wird tüchtig gearbeitet. Weil das Areal, das zum Rundwanderweg Steinhuder Meer gehört, in die Jahre gekommen ist, wird es jetzt saniert. Für 9000 Euro hat die Gemeinde ein Konzept erstellt, das den Moorgarten zukunftsfest machen soll, für die Umsetzung gibt die Europäische Gemeinschaft 25.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 50.000 Euro.

Der Hagenburger Moorgarten, vor fast 25 Jahren angelegt, gehört zu einem Niedermoorgebiet, das seit geraumer Zeit landwirtschaftlich genutzt wird. Der 13 000 Quadratmeter große Garten soll die Pracht des Hagenburger Moores präsentieren, auch mit dem Hintergedanken, Besucher so aus sensiblen – und streng geschützten – Bereichen am Steinhuder Meer herauszuhalten. Ein mehr als 300 Meter langer Lehrpfad führt von einem künstlich angelegten See über eine Niedermoor-Darstellung bis zu einem Hochmoor-Areal.

Umgestaltung folgt einem Entwicklungskonzept

Pfad-Wanderer lernen dort Sonnentau, Wollgras und Glockenheide kennen, ohne Natur zu gefährden. Bei der fachlichen Gestaltung hat die Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde geholfen, betreut wird der Lehrpfad von der Gemeinde und der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar. Derartige Lehrpfade zum Thema Moor gibt es in Niedersachsen nur noch in Oldenburg und Elisabethfehn (Landkreis Cloppenburg).

Das Entwicklungskonzept, auf dessen Grundlage die derzeitige Umgestaltung vorgenommen wird, nennt als Ziel, einen „erlebbaren und gleichzeitig naturnahen Moorstandort zu entwickeln“. Erstellt hat es die Planungsgruppe Landespflege aus Hannover. Die derzeitigen Arbeiten gehen darauf zurück, dass ein Teil des Bohlenweges verlegt werden muss.

Offenes Niedermoor soll entstehen

So können die Gestalter ein Hochmoorbeet anlegen, das bewässert werden kann. Die mangelhafte Versorgung von Pflanzen hat sich in der Vergangenheit als Problem herausgestellt. Im Entwicklungskonzept der Planungsgruppe Landespflege heißt es dazu: „Aufgrund der hydrologischen Randbedingungen und mangelnder Pflege sind die ursprünglich geschaffenen Biotope nur noch ansatzweise vorhanden.“

Ziel der derzeitigen Maßnahmen ist es, ein offenes Niedermoor anzulegen, das den Erlenbruchwald vergrößert. Die bisherige Rasenfläche soll naturnäher gestaltet werden, sodass sich mehr Arten ansiedeln, das gilt für Flora und für Fauna. Ein Gartenhäuschen wird gebaut, dessen Wassertank das Hochmoor mit nährstoffreichem Regenwasser versorgt.

Von Arne Boecker

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