Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Behörde: Kein Umgehungsbau vor 2019
Region Wunstorf Nachrichten Behörde: Kein Umgehungsbau vor 2019
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 03.03.2017
Heiner Kassack aus der städtischen Bauverwaltung zeigt die umfangreichen Planunterlagen, die dort ausliegen. Quelle: Sven Skoll
Wunstorf

Seit Dienstag ist der 328 Seiten dicke Beschluss im Wunstorfer Rathaus ausgelegt, bis zum 13. März. Interessierte können ihn aber auch unter planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview ansehen. Weil der Straßenneubau in den vordringlichen Bedarf eingestuft wurde, würden die erwartete Klagen gegen den Beschluss keine aufschiebende Wirkung haben. Gegen diese sofortige Vollziehbarkeit können die Betroffenen allerdings auch klagen, das aber nur innerhalb von vier Wochen.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sieht das positiv, weil die Behörde so schneller in die Lage versetzt wird, weiter zu agieren. "In dem Fall einer Klage müssen wir dann aber schon besprechen, wie schnell wir schon in die weitere Planung einsteigen können", sagte Friedhelm Fischer, Leiter des hannoverschen Geschäftsbereichs der Landesstraßenbaubehörde.

Denn für den Bau sind noch weitere Vorarbeiten notwendig. "Für die Straße müssen wir jetzt die genauen Ausführungspläne erarbeiten", berichtete Fischer. Baugrunduntersuchungen sind notwendig, um einschätzen zu können, auf welche Weise alles gegründet werden muss. Wenn die Daten der Straßen vorliegen, können im Anschluss daran auch die Brücken und das Trogbauwerk geplant werden.

Den Ablauf verzögert auch der Umstand, dass Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur teilweise schon vor dem Baubeginn der eigentlichen Straße fertig gestellt sein müssen. "Allein das kann ein bis eineinhalb Jahre dauern."

Bei der Finanzierung ist Fischer optimistisch: "Wir gehen davon aus, dass die Gelder beim Bund bereit stehen", sagte er. Die Kosten für die 6,5 Kilometer lange Strecke wurden auf 32 Millionen Euro geschätzt. Um das Geld abrufen zu können, muss aber zunächst die Feinplanung fertig stehen.

In den nächsten Monaten wird die Behörde jetzt auch beginnen, die notwendigen Grundstücke zu kaufen. "Die Stadt wird daran mitwirken und hat auch schon Tauschland erworben", betonte Eberhardt. Die betroffenen Landwirte sollen in einem umfangreichen Flurbereinigungsverfahren neue Flächen bekommen oder finanziell entschädigt werden.

Wie sich das übrige Straßennetz verändern wird, dafür gibt es schon bestehende Grundsatzbeschlüsse, die dann abgearbeitet werden müssen. Die bisherige Ortsdurchfahrt der Bundesstraße durch Wunstorf wird zur Gemeindestraße, auch die Hochstraße kommt in städtische Regie. "Das wird natürlich eine gewisse Belastung, sie zu unterhalten, aber der Rat wollte das in Kauf nehmen", sagte Eberhardt. Die Brücke sei aber in einem guten Zustand. Um die Strecke für den Durchgangsverkehr weniger attraktiv zu machen, müsse die bisher vierspurige Straße schmaler gefasst werden.

"Der Bau der Umgehung wird wohl zwei bis drei Jahre dauern. Wie wir innerorts genau umgestalten, wird bis dahin rechtzeitig geplant sein", sagte der Bürgermeister. Dass das mehrmals mit großer Mehrheit vom Rat beschlossene und lange abgewogene Projekt vom Gericht noch einmal grundsätzlich in Frage gestellt wird, das erwartet Eberhardt eigentlich nicht.

Eine lange Geschichte

Das Planfeststellungsverfahren für die Nordumgehung hat nach jahrzehntelangen Diskussionen 2009 begonnen und ist am 30. Dezember 2016 zum Ende gekommen. Die Planung sieht vor, die Bundesstraße 441 ab der Luther Kurve neu zu führen, und zwar zwischen Blumenau und Liethe sowie zwischen Klein Heidorn und der Kernstadt. Nach dem Passieren von Alten's Ruh stößt sie dann wieder auf die alte Strecke. Insgesamt sind im Verlauf der Strecke acht Brücken und Trogbauwerke vorgesehen. Als Alternativen waren vorher auch eine Südumgehung und ein Durchstich als Verlängerung der Hochstraße diskutiert worden.

So soll die Nordumgehung verlaufen. Quelle: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Von Sven Sokoll

Unter dem Titel "Metamorphosen" zeigt Künstlerin Marga Falkenhagen in der Kunstscheune Steinhude Holzskulpturen und Bronzeplastiken. Die Schau ist von Freitag, 3. März, bis Sonntag, 26. März, zu sehen. Dazu laden der Verkehrsverein Steinhuder Meer und die Steinhuder Meer Tourismus GmbH ein.

Anke Lütjens 28.02.2017

Die Laienspielgruppe Großenheidorn hat mit dem Kartenvorverkauf für ihr neues Stück "Zwei Detektive und keiner blickt durch" begonnen. Die Schauspieler wollen den Dreiakter von Frank Ziegler an vier Terminen zeigen und ihr Publikum damit kräftig zum Lachen bringen.

28.02.2017

Die hübsche Katze wurde in Großenheidorn gefunden, wo sie schon längere Zeit herumlief. In den vergangenen Tagen hat sie häufiger versucht, in das Haus der Finderin zu gelangen. Diese brachte sie dann in das Tierheim Steinhuder Meer.

Anke Lütjens 28.02.2017