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Nachrichten Lütjen Deile: Stadt sucht Einsparmöglichkeiten
Region Wunstorf Nachrichten Lütjen Deile: Stadt sucht Einsparmöglichkeiten
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00:20 01.12.2018
Die Lütjen Deile in Steinhude soll ausgebaut werden.
Die Lütjen Deile in Steinhude soll ausgebaut werden. Quelle: Sven Sokoll
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Steinhude

Eigentlich sollt in diesem Herbst an der Straße gebaut werden, doch der Neuausbau der Straße Lütjen Deile in Steinhude liegt vorerst auf Eis. Der Grund ist, dass die im Frühjahr abgegebenen Angebote der Baufirmen mit ihren Kosten mit insgesamt mehr als einer Million Euro mehr als doppelt so hoch wie erwartet lagen. Die erste Ausschreibung wurde deshalb ausgesetzt.

„Wir prüfen Möglichkeiten der Einsparung“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum. Dabei geht es vor allem um den größten Kostentreiber, die Entsorgung des Torfs aus dem Untergrund der Fahrbahn. Die Stadt will dabei das Know-how anderer Kommunen nutzen, die mit modernen Verfahren Erfahrungen gesammelt haben, bei denen der Torf bleiben kann. Ob bei einer der Optionen auch das Konzept an der Oberfläche geändert werden muss, ist noch offen. Dazu hatte es Auseinandersetzungen mit den Anliegern und in der Politik gegeben.

Dabei ging es vor allem um die Frage, ob die Straße gepflastert oder mit einer Asphaltdecke versehen werden soll. Letzteres hatte die Verwaltung wegen des schwierigen Untergrundes bevorzugt. Im Juni vergangenen Jahres hatte der Verwaltungsausschuss das Ausbaukonzept auch so beschlossen, wenn auch gegen das Votum des Ortsrates. Die Anlieger hatten danach gefordert, die Beratungen noch einmal aufzunehmen. Nun könnten aus Kostengründen noch Änderungen erfolgen, allerdings nur in begrenztem Maße. Das müsste mit den politischen Gremien gegebenenfalls noch einmal abgestimmt werden. Die Verwaltung hat das Ziel, möglichst noch im Winter neu auszuschreiben, weil dann in der Regel das Preisniveau auf dem Markt insgesamt niedriger liegt.

Bereits fertig gebaut ist der neue Radweg parallel zur Straße, der im November vergangenen Jahres freigegeben wurde. Der Abschnitt war zugleich ein wichtiger Lückenschluss im Rundweg um das Steinhuder Meer. Drei getrennte Spuren für Radfahrer, Fußgänger und Autoverkehr waren eine wichtige Voraussetzung, jetzt auch die Straße auszubauen und dabei vor allem den Anliegerverkehr im Blick zu haben. Dank Zuschüssen von EU, Land und Region musste die Stadt von den Kosten in Höhe von 170.000 Euro nur 40.000 Euro schultern.

Von Sven Sokoll