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Nachrichten Hoffnung für Wochenmarkt in Bredenbeck
Region Wennigsen Nachrichten Hoffnung für Wochenmarkt in Bredenbeck
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00:20 27.05.2018
Die Marktgilde möchte einen Wochenmarkt in Bredenbeck nur auf der einen Seite der Deisterstraße ausrichten und dafür teilweise auch Parkplätze nutzen, die sich in Privatbesitz befinden. Quelle: Ingo Rodriguez
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Bredenbeck

Und es bewegt sich doch noch etwas: Nachdem das Projekt von einem Wochenmarkt in Bredenbeck bereits gescheitert schien und wohl auch viele Bredenbecker nicht mehr an die Wende glaubten, folgt jetzt die Überraschung: Alle beteiligten Parteien sind optimistisch, dass zukünftig doch einmal pro Woche auf der Deisterstraße Markthändler ihre Waren anbieten können. Zum Gelingen des Projekts fehlen die Freigabe einiger Parkplätze und die anschließende Genehmigung durch die Region Hannover.

Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke hat sich persönlich eingeschaltet, um den Wochenmarkt doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Er verhandelt in den kommenden Tagen mit einer Anliegerfamilie, die im betroffenen Bereich der Deisterstraße über mehrere Parkplätze verfügt. Diese Stellplätze müssten der Deutschen Marktgilde am Markttag zur Verfügung gestellt werden, damit die Händler dort ihre Wagen aufstellen können.

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„Jede Seite hat ihre Hausaufgaben gemacht“

Nachdem die Straßenverkehrsbehörde der Region Hannover den ersten Plan für einen Wochenmarkt, der eine Vollsperrung der Deisterstraße an den Markttagen nach sich gezogen hätte, Anfang Januar abgelehnt hatte, hatten sich nach Meinekes Angaben Marktgilde, Verwaltung und Region vor einigen Tagen noch einmal zusammengesetzt. „Wir haben alle noch einmal eine Menge Hirnschmalz reingesteckt. Jede Seite hatte ihre Hausaufgaben gemacht und sich flexibel gezeigt“, lobt der Bürgermeister die Gesprächspartner von Region und Marktgilde.

Nach den Worten von Carlos Aragues Bremer, Niederlassungsleiter der Deutschen Marktgilde, soll zukünftig dienstags während des Marktes lediglich eine Seite der Deisterstraße im Bereich zwischen Denkmal und NP-Markt für den Autoverkehr gesperrt werden. Um alle Stände unterzubringen und die Sicherheit der Kunden und Passanten trotzdem zu gewährleisten, will Bremer Aragues auch Parkplätze – teils auf privatem Grund – mitnutzen. „Wir hoffen jetzt, dass die betroffene Familie mitzieht. Dann wird wohl auch die Region keine Bedenken mehr haben“, sagt der Niederlassungsleiter.

Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover, bestätigt die Einschätzung Aragues Bremers. Sollte die Region „eine positive Rückmeldung bezüglich der Parkflächennutzung“ erreichen, werde der Antrag weiter bearbeitet. „Die Verkehrsbehörde kann sich dann prinzipiell eine Genehmigung des Wochenmarktes vorstellen – sofern keine weitere übermäßige Nutzung des öffentlichen Verkehrsraumes stattfindet“, erklärt Abelmann.

Kein Wochenmarkt auf dem Denkmalplatz

Vom Tisch ist indes die Idee, die Ratsmitglied Reinhard Wiens von der SPD während des Neujahrsempfangs seiner Partei Mitte Januar geäußert hatte. Er schlug vor, den Denkmalplatz im Ortskern komplett umzugestalten und das Denkmal inklusive Informationstafeln an einen ruhigeren Platz im Dorf zu verlegen. Der Wochenmarkt könnte dann auf der freistehenden Insel seine Zelte aufschlagen. „Die Geschichte ist vom Tisch“, hatte Ortsbürgermeister Heiko Farwig unlängst mitgeteilt. „Die Region hat diesen Vorstoß rigoros zurückgewiesen, da der Denkmalplatz Bestandsschutz genieße. Da macht es keinen Sinn, sich darin zu verbeißen“, glaubt Farwig.

Wann der Wochenmarkt in Bredenbeck eröffnen könnte, darüber will derzeit keiner der Beteiligten spekulieren. „Mitten in den Sommerferien wird man keinen Markt starten“, gibt zumindest Bürgermeister Meineke schon einmal zu verstehen.

Von Mirko Haendel