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14:11 28.03.2019
Johanniter Dominik Kuil (links) präsentiert den Schülern die Ausrüstung für Einsätze. Quelle: Marcel Schwarzenberger
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Wennigser Mark/Ronnenberg

Eine Glasscherbe hat sich in die Hand von Louis gebohrt, Pia blutet aus einer Platzwunde am Kopf –was nach schweren Verletzungen aussieht, ist aber ganz harmlos. Denn Wunden und Blut sind nicht echt, die beiden Schüler unverletzt. Sie haben gemeinsam mit ihren Schulkameraden ihren Zukunftstag bei den Johannitern verbracht und dort in die Welt der Rettungskräfte reingeschnuppert. 20 Jungen und Mädchen von der fünften bis zur zehnten Klassen waren in der Dienststelle Ronnenberg zu Gast, zwei weitere Schülerinnen schauten in der Johanniter-Kita „Märker Strolche“ in der Wennigser Mark Einrichtungsleiterin Eva Jäger und ihrem Team über die Schultern. Bis zu 40 Kinder können in der Kita betreut werden – 25 im Kita- sowie 15 im Krippenalter.

Johanniterin Doris Plonus bereitet Pia auf ihren Auftritt in einem Unfallszenario vor. Quelle: Marcel Schwarzenberger

Warum haben sich die Kinder und Jugendlichen für die Johanniter entschieden? Ahmad hat sich die Johanniter ausgesucht, weil er davon träumt, Arzt zu werden. Für ihn und die anderen Schüler gab es zwischen Erste-Hilfe-Crashkurs und Fallbeispielen eine Menge zu lernen. In Ronnenberg übernahm ein Team von Freiwilligendienstleistenden um Selina Kupfer die Programmplanung und begleitete die Schüler durch den Tag. Erste-Hilfe-Ausbilder Dominik Kuil brachte der Gruppe die wichtigsten Grundlagen der lebensrettenden Maßnahmen bei. Dann arrangierte Kupfers Betreuerteam mit den „Verletzten“ einen „Autounfall“ – und das erste „Sanitäterteam“ kam zum Zug. Etwas schüchtern zunächst, dann immer beherzter griffen sie in ihre Einsatztasche mit Verbandsmaterial und kümmerten sich um Pia und die anderen Kinder. „Wichtig ist, dass ihr immer mit den Verletzten sprecht“, gab Johanniterin Lina Frömming den Jugendlichen mit auf den Weg.

Von Lisa Malecha