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11:24 12.02.2019
Wie bei einem Puzzle hängt alles zusammen: Ein kommunales Energiemanagement soll zeigen, wie sich noch mehr Energie einsparen lässt. Quelle: dpa
Wennigsen

Die Gemeinde Wennigsen will ihre Energiekosten nicht nur in den Griff bekommen, sondern permanent optimieren: Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt hat den Beschluss gefasst, ein kommunales Energiemanagement aufzubauen. Es beinhaltet ein Energiecontrolling, das monatlich den Energie- und Wasserverbrauch der wichtigsten kommunalen Liegenschaften überwacht, den Betrieb von Heizungsanlagen, Umwälzpumpen und anderen Großverbrauchern laufend optimiert und Sanierungsfahrpläne für die kommunalen Gebäude aufstellt. Der Antrag kommt von den Grünen und nur Ratsherr Werner Werner von der AfD stimmte im Umweltausschuss dagegen.

2020 gibt’s den ersten Energiebericht

Der Ausschuss verständigte sich darauf, dass die Gemeindeverwaltung zunächst bis Ende dieses Jahres zunächst nur einen Zwischenbericht für den Rat erstellt, der noch nicht alle Liegenschaften auflisten muss. 2020 soll dann der erste vollständige Energiebericht vorliegen, der detailliert Auskunft gibt über die Entwicklung von Energieverbrauch und -kosten der einzelnen Liegenschaften. Ergänzend soll die Verwaltung einen Maßnahmeplan erstellen, um den kommunalen Strom- und Wärmeverbrauch innerhalb von drei Jahren um annähernd 30 Prozent zu reduzieren. „Das ist sportlich, aber machbar“, sagte Norbert Bohnenstengel von den Grünen. Letztlich entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 21. März.

Zu den wichtigsten kommunalen Liegenschaften gehören Schulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen, Verwaltungsgebäude und Feuerwehrhäuser. „Im Hintergrund sammeln wir seit zwei, drei Jahren erste Daten“, sagte Baufachbereichsleiter Martin Waßermann im Umweltausschuss. Denn auch die Verwaltung verspricht sich viel von einem Energiemanagement, um „eine Basis für Investitionen zu bekommen“, sagte Waßermann. Ein möglichst jährlicher Bericht soll die rund eine halbe Million Euro Energiekosten, die im Haushalt an verschiedensten Stellen versteckt sind, transparent machen. Ein Energiemanagement soll Einsparpotentiale sichtbar und Steuerungsmöglichkeiten bei baulichen und energetischen Maßnahmen bis hin zur energetischen Sanierung von Gebäuden bieten.

Bund fördert Klimamanager

Der Antrag der Grünen kam übrigens nicht aus dem Nichts: Ein kommunales Energiemanagement, um gemeindliche Liegenschaften effizient zu bewirtschaften, war bereits 2010 einstimmig vom Rat mit dem Klimaschutzaktionsprogramm beschlossen, bisher aber noch nicht umgesetzt worden. Jetzt bekommt Wennigsen bald seinen neuen Klimaschutzmanager, der sich damit beschäftigen soll. „Die Fördergelder sind genehmigt, die Stelle wird jetzt ausgeschrieben“, teilte Bürgermeister Christoph Meineke im Umweltausschuss mit. Der Bund fördert den Klimamanager drei Jahre lang. Es handelt sich um eine volle Stelle.

Solaranlage auf dem KGS-Dach?

Kommunale Dächer solar nutzen: Auf dem Wennigser Rathaus und auf dem Gebäude der Feuerwehr gibt es bereits Bürgersolaranlagen. Die Energiegenossenschaft Calenberger Land (Ener:Go) würde gerne eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Sophie-Scholl-Gesamtschule bauen und wartet diesbezüglich bereits seit Längerem auf eine Stellungnahme der Gemeindeverwaltung.

Auf Antrag der Grünen hat der Umweltausschuss jetzt beschlossen, dass die Verwaltung den Vorschlag der Energiegenossenschaft endlich prüft hinsichtlich einer Vertragsgestaltung und einer technischen Umsetzung. Die Energiegenossenschaft würde mit der Gemeinde einen Pachtvertrag über die Nutzung der kommunalen Dachfläche abschließen. Die Solarmodule würden auf dem neuen Anbau der KGS montiert werden, der bereits vorgerüstet ist.

Desweiteren möchte der Umweltausschuss, dass die Gemeinde auf weiteren kommunalen Dächern die Errichtung von Solaranlagen ermöglicht. Wichtig war der Politik im Protokoll festzuhalten, dass die Gemeinde dann nicht auf den Kosten für erforderliche Expertisen und statische Untersuchungen sitzen bleibt, sondern auch die Investoren beteiligt werden.

Von Jennifer Krebs

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