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Region Wennigsen Nachrichten Freunde nehmen bei Trauerfeier Abschied von Hasenjäger
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11:57 17.03.2019
Etwa 50 Freunde und Weggefährten verabschiedeten sich bei einer Trauerfeier von Heinz-Dieter Hasenjäger. Quelle: Heidi Rabenhorst
Wennigsen

Bei einer vom SPD-Ortsverein, der Abteilung Wennigsen/Sorsum und der Arbeiterwohlfahrt organisierten Gedenkfeier mit anschließender Kranzniederlegung haben sich Mitglieder, Freunde und Weggefährten am Sonnabend auf dem Wennigser Friedhof vom verstorbenen AWO-Chef und SPD-Abteilungsvorsitzenden Heinz-Dieter Hasenjäger verabschiedet. Beigesetzt wurde er auf Wunsch der Familie im kleinen Kreis. Hasenjäger war Anfang März im Alter von 75 Jahren unerwartet gestorben.

Nimmrich würdigt Engagement von Hasenjäger

In Wennigsen hatte er sich in vielen Bereichen unermüdlich eingebracht. Hasenjäger war seit 25 Jahren – mit Unterbrechungen – Vorsitzender der SPD-Abteilung Wennigsen. Fast genauso lange leitete er die Wennigser AWO. Tief bewegt nahm die stellvertretende Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau Hannelore Nimmrich im Beisein von mehr als 50 Besuchern Abschied. „Hab Dank für alles, was Du für uns getan hast und was Du für jedem Einzelnen von uns warst“, sagte sie an der letzten Ruhestätte, in der auch Hasenjägers Ehefrau Irmgard bestattet ist. „Unbequem, streitbar, fest in Deinen Ansichten, liebevoll und fürsorglich bis zuletzt. Du bist unentbehrlich. Und doch müssen wir dich gehen lassen. Du hast große Fußstapfen hinterlassen. Ich wüsste nicht, wer in die hinein passen würde.“

Hannelore Nimmrich (rechts) blickt an der Friedhofskapelle auf das ehrenamtliche Engagement von Heinz-Dieter Hasenjäger zurück. Quelle: Heidi Rabenhorst

Zuvor hatte Nimmrich vor der Friedhofskapelle auf Hasenjägers gesellschaftspolitisches Leben und Wirken zurückgeblickt. Schon als Jugendlicher habe sich der am 3. Oktober 1943 geborene Wennigser für andere eingesetzt. Dabei seien es immer die Schwachen in der Gesellschaft gewesen, die im Fokus standen. „Als wir im vergangenen Jahr zusammen saßen und seine Leistungen zusammentrugen, war er selbst überrascht, was er alles geleistet hat“, sagte die langjährige Weggefährtin. „Und er sagte, dass er ohne seine Ehefrau Irmgard all das überhaupt nicht hätte durchhalten können.“

Bundesverdienstkreuz für Hasenjäger war beantragt

Für sein 60-jähriges ehrenamtliches Engagement hatte Hasenjäger die Willi-Brandt-Medaille, die Silberne Ehrennadel und zuletzt im vergangenen Jahr den Ehrenring der Gemeinde Wennigsen erhalten. „Das Bundeverdienstkreuz war beantragt, hat ihn aber leider nicht mehr erreicht“, sagte Nimmrich. Sein Einsatz habe bis zum letzten Atemzug gedauert. Am 4. März sei er plötzlich und unerwartet in seinem Geburtshaus während der Vorbereitung des Aschermittwoch-Fischessens für die Senioren der Arbeiterwohlfahrt gestorben.

Etwa 50 Freunde und Weggefährten verabschiedeten sich bei einer Trauerfeier von Heinz-Dieter Hasenjäger. Quelle: Heidi Rabenhorst

Geprägt hat Hasenjäger auch die Arbeiterwohlfahrt in Wennigsen. „Ohne ihn wäre die AWO nicht wie sie ist. Er hinterlässt eine große Lücke“, sagte AWO-Schatzmeister Diethard Maul. Er habe für alle immer ein offenes Ohr gehabt und sei vor allem für die Älteren stets ein zuverlässiger Ansprechpartner gewesen. „Wie es künftig weitergeht, kann ich heute nicht sagen. Wir wollen die AWO natürlich hier in Wennigsen behalten, und ich hoffe auf viele Unterstützer“, sagte Maul. Er selbst habe einen Tag vor Hasenjägers Tod noch mit ihm gesprochen. „Es gab keinerlei Anzeichen, dass er uns so bald verlassen würde. Es war ein tragischer Unfall, der ihm das Leben kostete“, sagte Maul.

Von Heidi Rabenhorst

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