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Region Wennigsen Nachrichten So geht es mit dem Bau des Skateparks weiter
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13:30 22.02.2019
Architekt Dirk Lücke hat seine Pläne für einen Skatepark in Wennigsen im Jugendhaus vorgestellt.
Architekt Dirk Lücke hat seine Pläne für einen Skatepark in Wennigsen im Jugendhaus vorgestellt. Quelle: Gerko Naumann
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Wennigsen

Der Bau eines Skateparks in Wennigsen geht nach Jahren der Diskussionen endlich in die konkrete Phase. Ungefähr 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben sich am Donnerstagabend im Jugendhaus mit dem Architekten und Planer Dirk Lücke getroffen, um erste Details zu besprechen. Einig waren sich alle darin, dass die Anlage am Bröhnweg möglichst viel Abwechslung für Fans von BMX-Rädern, Mountainbikes, Inlinern und Skateboards bieten soll.

Wer plant den Skatepark?

Das Architekturbüro Studio L2 aus Borgentreich (Nordrhein-Westfalen). Dessen Inhaber Dirk Lücke war am Donnerstagabend in Wennigsen, um mit den künftigen Nutzern über seine Ideen zu sprechen. Er legt aber keinen fertigen Plan vor, sondern setzt auf Beteiligung. „Wir sind spezialisiert auf den Bau von Skateanlagen und werden uns an Euren Wünschen orientieren“, sagte er.

Wo entsteht die Anlage? Wie soll sie aussehen?

Auf einer Grünfläche gegenüber vom Wasserpark am Bröhnweg. Sie ist etwa 40 mal 30 Meter groß, sagte Lücke. Für den Bau stehen rund 130.000 Euro im Haushalt der Gemeinde Wennigsen bereit. Die Anlage selbst soll von einem Grünstreifen eingerahmt werden. In der Mitte könnte ein Platz für Skater entstehen – inklusive Rampen und Hindernisse zum Springen. Darum herum könnte ein sogenannter Pumptrack, also eine Hügelpiste entstehen. „Mein Eindruck ist, dass es in Wennigsen eine große Szene von Mountainbikern und BMX-Fahrern gibt, die dort ihre Runden drehen wollen“, sagte Lücke.

Wie geht es jetzt weiter?

In mehreren Workshops sollen die Details erarbeitet werden. Dazu trifft sich eine kleine Gruppe von acht bis zehn Leuten, in der alle künftigen Nutzergruppen vertreten sein sollen. „Die Ergebnisse leiten wir anschließend an den Bauausschuss weiter“, kündigte Lücke an. Der Baubeginn ist bereits für den Herbst vorgesehen.

Was wünschen sich die Wennigser?

Das ist unterschiedlich, je nach Vorliebe und fahrbarem Untersatz. Aber eins eint alle: „Wir hoffen, dass es bald los geht und sind sehr motiviert, mitzuhelfen“, sagte der stellvertretende Jugendbürgermeister Elia Heidemann. Der 19-Jährige muss schon seit Jahren ungeduldige Altersgenossen vertrösten. Wichtig sei den Jugendlichen das gute Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen: „Möglichst viele sollen etwas von der Anlage haben“, sagte Heidemann. Das sehen auch Rüdiger Dinse und Oliver Bender von den Deisterfreunden so. Der 350 Mitglieder starke Verein von Mountainbikern will den Platz ebenfalls nutzen und bot tatkräftige Mithilfe an. „Ein Pumptrack ist ein guter Kompromiss“, sagte Bender.

Wie lange gibt es in Wennigsen schon Pläne für eine Skateranlage?

Um diese Frage zu beantworten, hat Ratsherr Hans-Jürgen Herr (FDP) tief in alten Unterlagen geblättert. „Ich habe eine Vorlage aus dem Mai 2007 gefunden, in der es schon um das Thema ging“, berichtete er. Die Forderung von Jugendlichen für einen Platz für Skater sei sogar noch ein paar Jahre älter. „Einige der heutigen Mitglieder des Jugendparlaments waren damals noch nicht mal geboren“, sagte Herr, um die lange Zeitspanne zu verdeutlichen.

Warum hat sich der Bau so lange hingezogen?

Das lag vor allem an der mühsamen Suche nach einem geeigneten Standort. Mal sollte die Anlage an der alten B217 entstehen, mal in Evestorf oder am Bahnübergang an der Degerser Straße. Seit 2013 bemühe sich die Gemeinde um den jetzigen Standort am Bröhnweg, teilte Herr mit.

Von Gerko Naumann