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Nachrichten Holtenser wünschen sich Nachnutzung des ehemaligen Aldi-Geländes
Region Wennigsen Nachrichten Holtenser wünschen sich Nachnutzung des ehemaligen Aldi-Geländes
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12:44 22.04.2019
Die Bürger in Holtensen wünschen sich eine sinnvolle Nachnutzung des ehemaligen Aldi-Marktes. Quelle: Ingo Rodriguez
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Holtensen

Holtensens Ortsbürgermeister Wilhelm Subke wünscht sich eine Wiederbelebung und Nachnutzung des Geländes am und rund um den Standort des früheren Aldi-Marktes im Ort. Doch: Die Gemeinde Wennigsen hat diesbezüglich keine Handlungsmöglichkeiten. Besonders ärgerlich: Der Standort sei laut Subke eine Schrotthalde und ein Schandfleck. „Dort tut sich nichts. Es sind ein paar Lastwagen abgestellt, aber es liegt alles brach“, sagt Subke.

Nur ein Abstellplatz, kein richtiges Autohaus

„Alle dachten zuerst, es kommt ein Autohaus dort hin, doch nach einer Nutzungsänderung ist dort lediglich ein Abstellplatz für Fahrzeuge eines Autohändlers – gehandelt wird dort aber nicht“, kritisiert Subke. Der ehemalige Aldi-Markt in Holtensen, den der Discounter im Oktober 2016 wegen des Neubaus in Wennigsen geschlossen hatte, sollte laut Aldi hinsichtlich der Nachnutzung einen Bezug zur Automobilbranche haben. „Wir haben das Objekt an einen hannoverschen Autohändler verkauft “, berichtete damals Gordon Gatterman, Sprecher der Aldi-Immobilienverwaltung in Rinteln. Genauere Angaben über das Autohaus habe er aus Datenschutzgründen nicht machen wollen.

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Mit Aldi hatte vor etlichen Jahren der einzige Markt in Holtensen geschlossen – das hatte damals für viel Aufregung im Ort und zu Protesten auch seitens der Politik geführt. Seither wünschen sich viele Bürger und auch die Politik, dass der Ort einen neuen Supermarkt bekommt. „Wir werden in absehbarer Zukunft keinen Einzelhandelsmarkt nach Holtensen bekommen, nur durch ein Wunder“, hatte 2015 bereits der damalige Ortsbürgermeister Klaus Kreimeyer gesagt. Es werde Jahre dauern, bis die Grundversorgung im Dorf wieder gewährleistet sei. „Es gibt Gespräche, aber alles mit Fragezeichen.“ Die Schließung sei ein Tiefschlag. Immer wieder sei er von Dorfbewohnern gefragt worden: „Wo sollen wir einkaufen, ohne nach Wennigsen oder Bredenbeck zu fahren?“

„Wir haben keine Möglichkeit zum Handeln“

Und noch immer stellen sich die Holtenser diese Frage. „Aber wir haben keine Möglichkeiten zum Handeln, man kann es nicht ändern“, sagt Subke. Er bedauert zudem, dass der ehemalige Getränkemarkt nur als Lager eines Shisha-Händlers diene und auch das Gelände gegenüber der Tankstelle brach liege und niemand wisse, was damit passieren soll. Subke wünscht sich, wie viele Anwohner auch, eine vernünftige Nachnutzung der Gelände.

Von Lisa Malecha