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Region Wennigsen Nachrichten Heimatmuseum setzt beliebte Handwerkssonntage 2020 fort
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19:13 11.07.2019
Dirk Müller (von links), Milda Offenhausen aus dem Vorstand des Museumsvereins und Harro Lange (rechts) sehen dem Drechsler Detlef Neumann bei der Arbeit zu. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Die Premiere ist gelungen, eine Wiederholung ist schon geplant: Erstmalig hatte das Heimatmuseum in der vergangenen Saison jeden Sonntag einem Handwerker die Chance geboten, sein Handwerk live vor den Besuchern zu zeigen. Und das kam so gut an, dass auch im nächsten Jahr wieder Handwerkssonntage angeboten werden sollen.

An zwölf Sonntagen haben Künstler und Handwerker gezeigt, wie man spinnt, Fahrräder repariert, Kalligrafien anfertigt, Glasperlen herstellt, flechtet, drechselt oder Bücher repariert. „Wir wollten ein lebendiges Museum haben – und die Idee wurde gut angenommen“, sagt Gerrit Kötter, stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen.“

Handwerker wollen sich weiterhin präsentieren

Die Aktion kam nicht nur bei den zahlreichen Besuchern gut an, sondern auch bei den Handwerkern – immerhin hat Wennigsen noch einige Künstlern und Handwerker, die ungewöhnliche Arbeiten ausführen. Etliche davon haben bereits jetzt ihr Interesse bekundet, bei einer Neuauflage wieder dabei zu sein. Und das, obwohl die Handwerker und Künstler für ihren Auftritt im Museum kein Geld bekommen.

Fortsetzung erst 2020

Doch in der kommenden Saison, die Mitte August startet, wird es zunächst keine Handwerkssonntage geben. Die Vorführungen sollen erst im kommenden Jahr wieder beginnen, dann vermutlich einmal im Monat. Der Aufwand, jeden Sonntag einen Handwerkerbesuch zu organisieren, sei einfach zu hoch, zumal noch weitere Ausstellungen geplant sind. „Es wird wieder Arbeiten aus Holz und Metall geben“, kündigt Gunnar Supper an, der das Museum seit diesem Frühjahr leitet, und ergänzt: „Und natürlich können sich die Besucher, wenn möglich, auch selber ausprobieren.“

Aktionen locken Besucher an

Die Live-Vorführungen und Mitmachaktionen haben zum Erfolg der Saison beigetragen, ist sich Supper sicher. Zahlreiche Besucher seien wegen der Handwerker gekommen, haben dann noch die Museumsräume besucht. „Nur öffnen reicht nicht, man muss die Menschen locken“, sagt er. Denn man müsse den Menschen etwas bieten, wenn sie ins Museum kommen sollen.

Wie wird Spitze gestickt? Ein Künstler, der das zeigen kann, wird im Heimatmuseum noch gesucht. Quelle: Lisa Malecha

„Es hat uns auch die Möglichkeit gegeben, den Menschen das Handwerk näher zu bringen“, sagt Supper. Er würde sich unter anderem auch jemanden wünschen, der zeigt, wie man Spitze stickt. Zudem kann sich Supper vorstellen, dass ein Schlachter seine Arbeit vorstellt oder dass beispielsweise Marmelade gekocht wird. „Da müssen wir aber erst noch klären, welche Auflagen es vom Gesundheitsamt gibt“, sagt Supper.

Museum sucht Helfer

Momentan teilen sich rund zehn bis zwölf Helfer die Dienste während der Museumsöffnungszeiten auf. Nach Möglichkeit sind immer zwei ehrenamtliche zeitgleich im Museum, um den Besuchern Auskünfte zu erteilen. „Wir würden uns über Hilfe und auch über neue Ideen freuen“, sagt Supper. Vor allem jüngere Helfer sind willkommen.

Wer sich im Heimatmuseum engagieren möchte, der kann sich bei Supper und Kötter in der Buchbinderei Supper unter Telefon (05103) 706668 melden.

Von Lisa Malecha

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