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Region Wennigsen Nachrichten Heimatmuseum zeigt die Feuerwehr Wennigsen gestern und heute
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19:09 14.08.2019
Der stellvertretende Ortsbrandmeister aus Argestorf, Andreas Schwarze, heftet einen alten Zeitungsartikel an die Präsentationswand. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Ein Löscheimer aus Leder, der in Evestorf im 18. Jahrhundert benutzt wurde, eine historische Atemschutzmaske aus Sorsum und weitere Exponate der Feuerwehr aus längst vergangenen Zeiten: Nach dem Ferienende startet das Heimatmuseum Wennigsen mit einer besonderen Ausstellung in die neue Saison. Unter dem Titel „Feuerwehr – ein starkes Ehrenamt für Wennigsen“ präsentieren sich vom 18. August bis zum 24. November alle acht Ortsfeuerwehren in den Räumen an der Mühlenstraße. Die Vernissage ist am Sonntag, 18. August, und beginnt um 14.30 Uhr.

Zu kurz kommt bei der Ausstellung aber auch nicht der Blick auf die Gegenwart: Zu sehen sind unter anderem Porträts von ehrenamtlichen Einsatzkräften, Hochzeitsfotos mit Schlauchspalieren, Lehrvideos in Dauerschleife, Einsatzfotos von denkwürdigen Großbränden und jede Menge Zeitungsartikel über Erfolgsprojekte.

Einsatzkräfte stellen Geschichte ihrer Abteilungen vor

Die Sonderausstellung besteht aus zwei Elementen: Im ersten Stock stellt jede Feuerwehr sich vor. „Die Ortsfeuerwehren entscheiden für sich, was genau sie zeigen und wo sie ihren Schwerpunkt setzen“, sagt Museumsleiter Gunnar Supper. Zusammengestellt haben die Sonderausstellung jeweils Teams aus den Ortsfeuerwehren.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Ommen und der frühere Leiter des zuständigen kommunalen Fachausschusses, Hans-Jochen Arndt, koordinieren die Beiträge. „Es ist viel aus den Chroniken zu sehen, viele historische Fotos und Zeitungsartikel“, sagt Ommen beim Aufbau. „Die Degerser zeigen das Gründungsprotokoll von 1910. Die Wennigser stellen ein Protokoll von der Wahl des ersten Gemeindebrandmeisters Günter Imke aus“, ergänzt Arndt.

Museum sucht Helfer

Momentan teilen sich bis zu zwölf Helfer die Dienste während der Öffnungszeiten des Museums. Nach Möglichkeit sind immer zwei Ehrenamtliche im Museum, um den Besuchern Auskunft zu geben. „Wir würden uns über Hilfe und auch über neue Ideen freuen“, sagt Gunnar Supper. Vor allem jüngere Helfer sind willkommen. „Auch in der Generation der etwa 60-Jährigen haben wir aber keine Helfer“, sagt Gerrit Kötter. Wer sich im Heimatmuseum engagieren möchte, der kann sich bei Supper und Kötter in der Buchbinderei Supper unter Telefon (05103) 706668 sowie bei dem Vorsitzenden des Förderkreises für das Wennigser Heimatmuseum, Dirk Müller, melden.

Zu viel verraten wollen die Feuerwehren nicht. Doch beim Aufbau ist an den Stellwänden und in den Vitrinen schon viel zu sehen: ein Argestorfer Feuerwehrhelm aus dem Jahr 1900 und aus Egestorf zwei Löscheimer aus Leder, die 1878 angefertigt wurden. Außerdem sind Puppen mit historischen Schutzmänteln aus Leder sowie weitere Einsatzbekleidung aus mehreren Epochen zu sehen. Die Feuerwehr Bredenbeck stellt eine alte Handspritze aus.

Feuerwehr stellt ehrenamtliche Helfer persönlich vor

Für die Feuerwehr ist es aber auch wichtig, Aufgaben und Gegebenheiten der Gegenwart vorzustellen. Es gehe vor allem darum zu dokumentieren, wie wichtig das Ehrenamt sei, sagt der Museumsleiter. „Wir wollen zeigen, was die Feuerwehrleute leisten.“ Denn in jüngerer Vergangenheit sei immer wieder davon zu hören gewesen, dass Einsatzkräfte angegangen und beleidigt worden seien. Dem wolle das Museum etwas entgegensetzen.

Besucher können sich deshalb am Tag der Vernissage unter anderem etliche Feuerwehrfahrzeuge auf dem Hof des Museums anschauen – vom Fahrzeug für die Tierrettung bis zum Leiterwagen. „Im Erdgeschoss werden die verschiedenen Aufgaben der Feuerwehr und verschiedene Abteilungen wie die Gefahrgutgruppe vorgestellt“, sagt Ommen. In loser Reihenfolge werden dort auch in Porträts einige Mitglieder vorgestellt „und was sie hauptberuflich machen“, sagt Ommen. Außerdem im Erdgeschoss zu sehen: Lehrvideos in Dauerschleife sowie Einsatzfotos von denkwürdigen Großbränden.

Auch historische Bilder wie dieses vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bredenbeck werden sicherlich im Heimatmuseum zu sehen sein. Quelle: privat

Auch das Feuerwehrmuseum Hannover beteiligt sich an der Ausstellung und stellt Exponate zur Verfügung. An jedem Ausstellungssonntag wird außerdem ein Mitglied aus einer der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort sein, um Fragen zu beantworten. Zusätzlich sollen dann am Museumstag, Sonntag, 8. September, auch die Nachwuchsabteilungen ihre Arbeit und Geschichte vorstellen.

So hat das Museum geöffnet

Das Heimatmuseum hat ab dem 18. August wieder an jedem Sonntag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Heimatmuseum plant viele Aktionen

Im Heimatmuseum ist auch nach der Sonderausstellung über die acht Ortsfeuerwehren der Gemeinde einiges los: Geplant sind unter anderem Aktionen zur Adventszeit und ein Laternenumzug. Zudem soll im Eisenbahnraum eine Abtrennung vor dem Modell des Bahnhofs entstehen. Die beliebten Handwerkssonntage fallen allerdings bis 2020 aus.

Zudem beteiligt sich das Museum am Regionsentdeckertag. An diesem Tag wird auch wieder der Museumstag gefeiert. Es wird Musik, Aktionen und Gegrilltes geben. Auch beim Regionsentdeckertag wird die Feuerwehr dabei sein und sich vorstellen. Noch unklar ist, ob vor dem Laternenumzug im Museum gebastelt wird.

Zur Adventszeit werde es zudem Angebote in Anlehnung an die Weihnachtsausstellung geben. „Was genau, das müssen wir noch erörtern“, sagt Gerrit Kötter, stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins.

Die Dauerexponate sind natürlich auch in der kommenden Saison zu sehen, darunter die im Stil verschiedener Epochen eingerichteten Räume und Handwerksgegenstände. „Das Tolle ist, dass alles, was hier steht, aus Wennigsen kommt“, sagt Supper. So würden bei Besuchern immer wieder Erinnerungen wachgerufen. „Die Besucher kommen dadurch ins Gespräch über frühere Zeiten, das ist toll.“

Von Lisa Malecha und Ingo Rodriguez

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