Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Erster Dorfflohmarkt in der Wennnigser Mark kommt gut an
Region Wennigsen Nachrichten Erster Dorfflohmarkt in der Wennnigser Mark kommt gut an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:05 27.05.2019
Ralf Bornemann (60) besucht regelmäßig Flohmärkte.
Ralf Bornemann (60) besucht regelmäßig Flohmärkte. Quelle: Finn Bachmann
Anzeige
Wennigser Mark

Nicht nur Antiquitäten haben Platz gefunden auf den Verkaufstischen beim ersten Dorfflohmarkt in der Wennigser Mark: Mehr als 80 Haushalte machten mit und boten unterschiedlichste Gegenstände zum Kauf an. Zentrale Anlaufstelle für die Besucher war das Corvinus-Zentrum in der Ortsmitte, wo man sich auch einen Faltplan mitnehmen konnte, auf dem alle Verkaufsstände verzeichnet waren. Diese befanden sich nämlich verstreut im ganzen Ort auf Garagenhöfen, Parkplätzen und in Vorgärten.

Chris Lühmann ist Mitglied der Interessengemeinschaft Dorfflohmarkt, die den Nachmittag vorbereitet hatte. Für ihn ist der Verkauf dennoch nicht das Wichtigste. „Man soll den Ort kennenlernen, deswegen sind die Stände auch so verteilt“, sagte er. Geld verlange die Interessengemeinschaft von ihren Standbetreibern nicht. „Wir bitten aber um Spenden, um Unkosten decken zu können“, sagte Lühmann.

Nicht nur Antiquitäten beim Dorfflohmarkt

Zum ersten Mal verkaufte Dana Bluel etwas auf einem Flohmarkt. Sie teilte sich die Verkaufsfläche mit zwei anderen Frauen. „Mein Stand ist direkt vor der Tür, sonst würde ich das nicht machen“, sagte sie. Bei ihr fand man vor allem gebrauchtes Kinderspielzeug und Kleidungsstücke. Das alles zu einem anderen Markt zu transportieren, sei ihr zu aufwendig, erklärte Bluel. Der Dorfflohmarkt sei eine willkommene Gelegenheit, interessierte Käufer zu finden.

Iris Dallmann verstand die Aktion als Einladung zum Bummeln. Das Klischee vom angestaubten Antiquitätenmarkt teilte die 65-Jährige nicht. „Es werden hier viele interessante Sachen angeboten, die man noch gut nutzen kann“, meinte sie. Für sie sei schon der Austausch mit Gleichgesinnten Grund genug, dem Flohmarkt einen Besuch abzustatten. „Man kommt immer wieder in nette Gespräche“, sagte sie. Auch wenn ein Großteil ihrer Einkäufe der Enkeltochter zugute kommen, fand die Märkerin auch etwas für sich selbst. „Ich habe neben Bilderbüchern für die Kleine auch schon Strickvorlagen für mich gekauft“, sagte Dallmann.

Jeder konnte sich anmelden

Von der exponierten Lage ihres Gartens direkt an der Egestorfer Straße profitierte Silke Maarge. Den Vorteil durch den starken Publikumsverkehr spürte sie deutlich. „Sachen, die man nicht mehr braucht, wird man hier sehr schnell los“, sagte sie. Gleichzeitig sei der Aufwand im Vorfeld aber gering gewesen. Die Einwohner seien mit einem Flyer informiert worden, worauf man dann als Rücklaufzettel direkt einen Stand anmelden konnte.

Schweren Herzens trennte sich Adrian Schindler beim Flohmarkt von einigen Dingen. „Ich biete viele Lieblingsstücke zum Kauf an, für die ich inzwischen keine Zeit mehr habe“, berichtete er. Besonders für seine Heimorgel suchte er „einen guten Nachnutzer“.

Von Finn Bachmann