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Nachrichten Verjüngungskur für ein Baudenkmal
Region Wennigsen Nachrichten Verjüngungskur für ein Baudenkmal
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08:39 22.11.2014
Von Ingo Rodriguez
Nahe dem Museumsplatz dauern die Bauarbeiten am Mühlendammweg noch an. Quelle: Ingo Rodriguez
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Wennigsen

Die denkmalgeschützte Strecke entlang dem künstlich angelegten Mühlenbetriebsgraben hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Sicherheitsrisiko für Spaziergänger entwickelt. Es ist eigentlich keine besonders große Baustelle. Genau genommen wird auch nur ein schmaler Fußweg neu gepflastert. Ortskundige Wennigser wissen es aber besser: Bei den Arbeiten handelt es sich um eine anspruchsvolle Grundsanierung zum Erhalt eines Baudenkmals.

Warum die Bauarbeiten am Mühlendammweg sehr aufwendig sind, kann der Polier der beauftragten Firma aus Hildesheim erklären. „Die Bepflasterung des Weges war in den vergangenen Jahren verrutscht, weil die Bachmauer immer weiter in den Graben kippte“, sagt Ulrich Vatke. Deshalb habe sich der Weg mit den einzelnen Betonplatten zu einer Stolperfalle entwickelt. Einfach nur neu zu pflastern hätte nicht ausgereicht. „Wir mussten vorher entlang der ganzen Strecke auch die marode Grabenbefestigung erneuern“, sagt der Polier.

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Seit rund sechs Wochen arbeiten Vatke und seine Kollegen am Mühlendammweg auf Hochtouren. Den größten Teil des Abschnitts zwischen der Hauptstraße und dem Heimatmuseum hat die Firma bereits erneuert. Bis zum Museumsplatz fehlen nur noch einige Meter - und ein Geländer am Bach. „Zu Nikolaus wollen wir fertig sein“, sagt der Polier.

Er verweist angesichts der langen Dauer auf eine Besonderheit der Baustelle: Das gesamte Ensemble von Bach und Weg steht unter Denkmalschutz. Carsten Mehlhop, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), bestätigt das: Der Weg am künstlich angelegten Mühlenbetriebsgraben sei im 17. und 18. Jahrhundert entstanden, sagt er. Der Graben zweige sich am Bröhnweg vom Mühlbach ab. „Auf der Strecke bis zum Kloster sind früher bis zu sieben Wassermühlen betrieben worden“, erzählt Mehlhop.

Bis heute gilt der Mühlendammweg mit seinem angrenzenden System aus Stauteichen, Mühlenrädern und Versorgungsgräben als Sehenswürdigkeit. Deshalb hatte sich auch der VVV für die Erneuerung des Abschnitts eingesetzt. Bürgermeister Christoph Meineke weiß: „Das ist seit langer Zeit ein Wunsch vieler Wennigser.“

Ingo Rodriguez 21.11.2014
Ingo Rodriguez 20.11.2014
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