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Region Wennigsen Nachrichten Wie Puppen bei der Gewaltprävention helfen
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00:15 25.08.2016
Dorothea Schwarzbach (links) und Lena Steffan sprechen mit den Kindern - beziehungsweise die Puppen Hannes (vorn) und Cindy. Quelle: Stephan Hartung
Wennigsen

An sechs Tagen gaben sie jeweils zwei Vorführungen, sodass sie in allen zweiten, dritten und vierten Klassen zu Gast waren. Auf dem Unterrichtsplan standen dabei Themen wie Gewaltprävention, Polizeinotruf, Stärkung des Selbstwertgefühls, Beseitigung von negativen Gefühlen sowie Auswirkungen psychischer und physischer Gewalt.

Aber die beiden Polizeibeamten waren nicht allein in die Schule an der Agestorfer Straße gekommen. Begleitet wurden sie von Hannes und Cindy. Die beiden Puppen bildeten das spielerische Element - und schilderten so manches Problem, bei dem die Kinder helfen und für das sie sich eine Lösung überlegen mussten.

Beispielsweise wurde Hannes, gespielt und gesprochen von Dorothea Schwarzbach, in der Schule erpresst. Erst musste er an seinen Erzfeind Boris 2 Euro bezahlen, um einer Tracht Prügel zu entgehen - für das nächste Mal fordert Boris nun 10 Euro. "Ich habe es noch niemandem erzählt, im Bauch ist es aber so ein komisches Gefühl", sagt Hannes. Und die Kinder wussten schnell: Das ist der falsche Weg, dann lieber mit Freunden oder dem Lehrer sprechen. Und auch Cindy weiß jetzt, wie sie ihre temporäre Wut über Mitschüler zügeln kann. Die Anleitung zum Glücklichsein: einen Zettel malen und dort die andere Person karikieren, darüber lachen und den Zettel zusammenfalten und auf den Boden werfen, dann drauf treten und den Zettel in den Mülleimer werfen.

Ganz ohne Puppen zeigten die Beamten den Kindern in einem Rollenspiel, wie man sich vor Angriffen schützt und dabei auch Mitschüler zur Hilfe ziehen kann. "Ihr ruft laut ,Stop´und macht dabei einen Ausfallschritt nach vorn - aber ohne den Gegenüber zu berühren oder zu beleidigen", rät Lena Steffan.

Bei der Grundschule kamen die spielerischen Präventionskurse der Polizei gut an. "Ein gewaltfreies Miteinander ist uns wichtig. Natürlich ist Streit für die soziale Reife in Ordnung, aber die Schüler sollen den respektvollen Umgang lernen", sagte Beratungslehrerin Ulrike Burose.

Von Stephan Hartung

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