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Region Wennigsen Nachrichten Kloster: Äbtissin Mareile Preuschhof ist seit 100 Tagen im Amt
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00:16 13.04.2019
Kloster Wennigsen: Einführung der neuen Äbtissin in Wennigsen. Festgottesdienst für Mareile Preuschhof. Quelle: HAZ, Hannoversche Allgemeine Zeitung
Wennigsen

Vor 100 Tagen ist Mareile Preuschhof in ihr Amt als Äbtissin des evangelischen Frauenklosters in Wennigsen eingeführt worden. „Die Zeit ist verflogen, ich habe mich hier sehr gut eingelebt und fühle mich wohl“, sagt Preuschhof, auch wenn sie noch immer nicht alles durchdrungen habe in ihrem neuen Arbeitsfeld. Denn für Preuschhof war es eine ganz neue Aufgabe, die sie in Wennigsen übernommen hat. Ursprünglich war sie Hebamme, arbeitete dann lange Zeit im Hospizdienst und begann schließlich mit 48 ihr Studium der Theologie.

Sie verbringe momentan noch viel Zeit damit, die verschiedenen Kurse des Klosters kennenzulernen – denn das Angebot ist vielfältig. Rund 50 Seminare finden pro Jahr im Kloster statt. Einige davon hat sie schon besucht, andere sollen noch folgen. „Ich habe kürzlich auch meinen ersten eigenen Kurs gegeben“, sagt Preuschhof. Das sei für sie ein kleiner Höhepunkt gewesen. Dem Kurs, bei dem es um Trauer gibt, habe sie ganz neu konzipiert. „Ähnliches habe ich im Hospiz schon gemacht, hier konnte ich die spirituelle Ebene viel mehr einbinden“, sagt sie und kündigt an, dass dieser Kurs mit Thema Trauer wohl künftig einen festen Platz im Programm des Klosters erhalten wird.

Äbtissin steht de Frauengemeinschaft vor

Zu Preuschhofs Aufgaben zählt nicht nur, die Referentenfür Kurse zu werben und das Programm zu erstellen. Sie muss auch im Tagesgeschäft Abstimmungen mit der eigenen Hauswirtschaft und Verwaltung treffen – sie sei quasi die Geschäftsführerin eines Unternehmens mit kleinem Mitarbeiterstamm. „Die Aufgaben sind Vielfältig – es geht darum, die Gäste kulinarisch zu betreuen aber auch darum, wann der Rasen gemäht wird“, sagt sie. Doch dank des eingespielten Teams des Klosters sei es ihr möglich, die Aufgaben zu bewältigen, ohne sich zu verzetteln. „Das Team unterstützt meine Arbeit wirklich sehr“, sagt Preuschhof, für die die wohl größte Herausforderung war, einer Frauengemeinschaft vorzustehen. „Es ist sehr aufregend, zum ersten Mal in dieser Rolle aktiv zu sein.“ Dank der tollen Gemeinschaft habe sie aber einen guten Start gehabt. Unterstütz wird sie auch von der Klosterkammer. „Ich bin sehr dankbar, dass ich hier so viel Rückhalt erfahre“, sagt die Äbtissin.

Auch in Wennigsen an sich fühle sie sich wohl, sagt Preuschhof. Auch wenn sie bisher nur wenig Zeit hatte, die Gemeinde wirklich zu erkunden. „Ich habe mich zunächst darauf konzentriert, das Kloster kennenzulernen – aber nun will ich mich auch erstärkt ins Gemeindeleben einbringen.“ Sie habe unter anderem vor, sich mit Bürgermeister Christoph Meineke zu treffen, Veranstaltungen zu besuchen und einfach mit den Wennigsern in Verbindung zu kommen.

Jahresprogramm des Klosters wird vorbereitet

Was sie noch alles in den kommenden 100 Tagen erreichen will? „Das Jahresprogramm muss stehen, da sind wir grad kräftig am dran Stricken.“ Zudem hofft sie, dass der neue Internetauftritt des Klosters bald präsentiert werden kann. Ansonsten sei es ihr allerdings wichtig, viele Dinge so zu lassen, wie sie sind –immerhin hätten sie sich bewährt. Dennoch setzt die Äbtissin auch neue Impulse. „Ich kann mir vorstellen, dass wir die dynamische Meditation – also Meditation mit Bewegung – ausbauen“, sagt Preuschhof. Erstmalig wird in diesem Jahr auch ein Kurs angeboten, bei dem die Teilnehmer zu Bibelgeschichten tanzen, kündigt Preuschhof an, die sich mittlerweile sicher ist, mit dem Umzug nach Wennigsen die richtige Wahl für sich getroffen zu haben. „Ich stehe manchmal hier und denke mir, dass das nicht wahr sein kann“, sagt die Äbtissin. „Hier Arbeiten und Leben zu können, ist für mich das größte Glück.“

Zur Person

Die 1961 in Celle geborene Preuschhof war von 1992 bis 2013 maßgeblich am Aufbau des ambulanten Hospizdienstes Hannover beteiligt. Zuvor war die Mutter zweier Töchter unter anderem als Hebamme tätig. Sieben Jahre nach dem Abschluss des Hebammenexamens hat sie ihr Diplom der Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Gesprächsführung sowie Sterbe- und Trauerbegleitung gemacht.Berufsbegleitend studierte sie Theologie und wurde schließlich 2015 zur Pfarrerin in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ordiniert.

Von Lisa Malecha

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