Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Vogelnest: Auch hier klagen Eltern über die Reinigung
Region Wennigsen Nachrichten Vogelnest: Auch hier klagen Eltern über die Reinigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 18.02.2019
"Die Toiletten sehen aus wie Sau": Die Elternvertreter Catharina Morawe (links) und Adrienne Achterberg ärgern sich über die schlechte Reinigung im Familienzentrum Vogelnest. Quelle: Gerko Naumann
Wennigsen

 Seit Wochen ist die mangelhafte Reinigung der Sophie-Scholl-Gesamtschule (KGS) eines der am meisten diskutierten Themen in Wennigsen. Nun schlagen auch Eltern der Kindergarten- und Krippenkinder aus dem Familienzentrum Vogelnest an der Neustadtstraße Alarm. Dort ist bislang das gleiche Unternehmen mit der Reinigung beauftragt. Und die Klagen ähneln denen, die KGS-Schulleiterin Birgit Schlesinger immer wieder vorgebracht hat.

Das schreibt der Bürgermeister zu den Vorwürfen

Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke hat sich am 31. Januar in einem zweiseitigen Brief an die Eltern der Vogelnest-Kinder gewandt. Darin geht er auch auf die „Mängel bei der Reinigungssituation“ in der Einrichtung ein. Die sei von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes der Region besichtigt worden, teilt Meineke mit – so wie die KGS Wennigsen auch. Mängel bei der Sauberkeit werden „kurzfristig durch eine Intensivreinigung behoben“, heißt es in dem Schreiben. Die soll an einem Wochenende geschehen, um den Kitabetrieb weiterhin zu gewährleisten.

Bislang sei es noch nicht gelungen, den bisherigen Dienstleister „gänzlich zu ersetzen“, schreibt Meineke weiter. Die Gemeinde werde aber „alle juristischen Mittel ausschöpfen, um ein positives Ergebnis in der Reinigung zu erzielen.“ Derzeit arbeite die Verwaltung daran, die Reinigung künftig mit eigenen Kräften zu übernehmen. Und eines verspricht Meineke den Eltern zum Abschluss: „Ich halte Sie über die weiteren Schritte auf dem Laufenden.“ kon

„Es wird gar nicht oder nicht gewissenhaft genug geputzt“, sagt die Mutter und Elternvertreterin Catharina Morawe, deren Tochter die Krippengruppe besucht. Sie hat die ihrer Ansicht nach dilettantischen Putzversuche der Verantwortlichen mehrfach selbst beobachtet: „Die Mitarbeiter verwenden vom Dreck schwarzes Wasser und immer den selben Lappen. Nach dem Wischen sieht der Boden teilweise schlimmer aus als vorher“, berichtet sie. Und in der benachbarten Kindergartengruppe sieht es nicht besser aus, ergänzt Adrienne Achterberg, die dort die Eltern vertritt: „Die Toiletten sehen regelmäßig aus wie Sau.“

Macht der Schmutz krank?

Die hygienischen Mängel können für die kleineren Kinder noch schlimmere Folgen haben als für die KGS-Schüler, befürchtet Morawe. „Schließlich krabbeln sie direkt auf den häufig schmutzigen und staubigen Böden herum.“ In den vergangenen Monaten seien bereits auffällig viele Kinder und Mitarbeiter krank gewesen, sagt Morawe. Sie könne natürlich nicht beweisen, dass das unsachgemäße Putzen ursächlich dafür ist. Aber sie arbeite selbst als Erzieherin in einem Kindergarten in Gehrden, wo es längst nicht so viele Fälle gebe. „Das ist schon auffällig“, sagt die Mutter.

Erzieher putzen selbst

Die Erzieher, die sich nicht zu der Situation äußern wollen, haben daraus schon Konsequenzen gezogen, berichtet Morawe. „Sie putzen und saugen jetzt einfach regelmäßig selbst.“ Dabei würden sie von Eltern unterstützt, etwa beim Schrubben der Toiletten. Das könne aber keinesfalls die Lösung sein, findet Morawe. „Der Job der Erzieher ist schon anstrengend genug.“

Was fordern die Eltern also von der Gemeinde, die als Trägerin für die Sauberkeit im Familienzentrum Vogelnest zuständig ist? „Dass der Vertrag mit dem Unternehmen gekündigt wird“, sagt Achterberg. Schließlich sei die regelmäßige schlechte Putzen eine Art Vertragsbruch. Anschließend solle die Verwaltung dafür sorgen, dass jemand mit dieser Aufgabe betraut wird, der sie „gewissenhaft und sorgfältig“ ausführt, hoffen die Mütter.

Auch im Familienzentrum Vogelnest lässt die Reinigung nach Aussage der Eltern zu wünschen übrig. Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

Die zwölfte Klasse der Waldorfschule Sorsum hat sich für ein Theaterstück schwere Kost vorgenommen: Die Schüler haben das Drama „Nun singen sie wieder“ von Max Frisch in der Aula aufgeführt.

14.02.2019

Der Verein Miteinander hat sich die Integration von Flüchtlingen in Wennigsen zum Ziel gemacht. Dafür suchen die Ehrenamtlichen noch Helfer. Sie planen unter anderem Gemeinschaftsgärten und PC-Kurse.

14.02.2019

Das Halteverbot an der Bredenbecker Straße in Holtensen kommt – doch dem Malereibetrieb, der genau an diesem Teilstück ansässig ist, gefällt das überhaupt nicht. Die Firma überlegt sogar, wegzuziehen.

14.02.2019