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14:46 25.06.2018
Feuershow, Nagelprobe, Jonglierkunst und Akrobatik: Die Grundschüler führen in der Manege tolle Kunststücke vor. Quelle: Ingo Rodriguez
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Bredenbeck

Schmerzfreie Fakire, furchtlose Feuerspucker, waghalsige Akrobaten und geschickte Jongleure – aber alle im Grundschulalter und darunter sogar Kinder mit erheblichem Förderbedarf: In Bredenbeck haben jetzt rund 600 Besucher begeistert verfolgt, zu was Kinder nach nur sieben Trainingstagen alles fähig sind. Nach einer Woche Zusammenarbeit mit fünf Zirkuspädagogen aus Braunschweig wagten sich rund 170 Jungen und Mädchen aus der Grundschule Bredenbeck und 13 geistig beeinträchtigte Kinder der Janusz-Korczak-Schule zum Abschluss ihrer Projektwoche mit dem Zirkus Dobbelino in die Manege. Mit überwältigendem Erfolg: Bei zwei Galavorstellungen im ausverkauften Zirkuszelt lösten die kleinen Nachwuchskünstler vor jeweils 300 restlos begeisterten Besuchern regelrechte Jubelstürme aus.

Nach der Premiere vor vier Jahren war es für die Zirkuspädagogen aus Braunschweig bereits das zweite Mal, dass sie mit ihrem Projekt in Bredenbeck gastierten. „Wir sind mit sieben anstatt nur fünf Mitarbeitern gekommen, weil die inklusive und integrative Arbeit mit allen Schülern an diesem Standort besonders viel Sorgfalt erfordert“, hatte Zirkusdirektor Roman von Dobbeler unmittelbar vor den Galavorstellungen berichtet. Grundschulleiterin Tatjana Seidensticker hatte vor den beiden ausverkauften Vorstellungen nur lobende Worte für das Projekt übrig. „Die Kinder sind während der gesamten Projektwoche völlig euphorisch zur Schule gekommen“, sagte Seidensticker.

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Das Publikum verfolgt begeistert die Zirkusvorstellung. Quelle: Ingo Rodriguez

Mithilfe von Sponsoren war es der Grundschule gelungen, rund 12 000 Euro für die Finanzierung zusammen zu bekommen. Möglich gemacht haben die Aktion aber auch rund 50 Eltern, die als ehrenamtliche Helfer mitwirkten. Zu dem Projekt gehörten außerdem Kreativangebote mit den Lehrern. „Vom Bauchladen für den Süßigkeitenverkauf bis zum Wimpelschmuck haben die Kinder alles selbst angefertigt“, berichtete Seidensticker. Die siebenjährige Medina konnte das mit ihrem Bauchladen vor dem Zirkuszelt nur bestätigen. „Ich habe aber auch das Seiltanzen gelernt“, sagte sie, während die Besucher beim Eintritt zur Begrüßung einen Farbklecks auf die Nase bekamen.

Dann zeigte sich, dass die Zirkuspädagogen in der Projektwoche ganze Arbeit geleistet hatten: Nach einer kurzen Begrüßung und einer gewitzten Klatschprobe mit dem Publikum hieß es endlich: „Manege frei für die Grundschule.“ Nun standen die Kinder im Rampenlicht. Und gemeinsam mit den Pädagogen sorgten sie für Begeisterung im Zirkuszelt: spektakuläre Trampolinsprünge, Jonglierkunst mit Tellern und Feuerstäben, barfuß über Scherben, Gruppenakrobatik, sogar einen kleinen Feuerspucker erlebten die verblüfften Besucher – dazu immer wieder Clowneinlagen und kleine Scherze mit erwachsenen Gästen aus der ersten Reihe. Den kaum enden wollenden Applaus hatten sich alle Protagonisten und Helfer redlich verdient.

Feuershow, Nagelprobe, Jonglierkunst und Akrobatik: Die Grundschüler führen in der Manege tolle Kunststücke vor. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez