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Region Wennigsen Nachrichten Das Heimatmuseum startet neu sortiert in die Saison
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13:02 08.04.2019
Dirk Müller, der Vorsitzende des Heimatmuseum stellt einen Weichenhebel vom alten Bahnhof. Quelle: Mario Moers
Wennigesen

Ziemlich genau 147 Jahre ist es her, dass der erste Zug nach Wennigsen fuhr. Am 1. Mai 1872 dampfte die Deisterbahn in den neu errichteten Bahnhof Wennigsen ein. Eindrücke und Erinnerungen an diese Epoche bewegter Eisenbahngeschichte sind jetzt im Heimatmuseum in Wennigsen zu sehen. Zum Saisonauftakt am Sonntag hat das Museum gleich zwei neue Ausstellungsflächen vorgestellt. Der Eisenbahn-Raum ist eine davon.

Viele echte Fundstücke

„Junge Leute kennen den Bahnhof heute als einfache Haltestelle, aber es war einmal viel mehr“, sagt Dirk Müller. Der Vorsitzende des Heimatmuseums hat einige der original Fundstücke der neuen Sammlung selbst vor dem Schrottplatz gerettet. Die fast mannhohen schweren Metallhebel etwa, mit denen früher die Weichen und Signale per Hand gestellt wurden oder das Steuerpult für die Bahnübergänge. In Zeiten der omnipräsenten Digitalisierung wirken diese Gegenstände tatsächlich bereits museal. Dass das Heimatmuseum der Bahngeschichte gerade an der Schwelle einer neuen Mobilitätswende einen eigenen Bereich widmet, ist deshalb absolut passend. Auch wenn der Hintergrund für die Umnutzung ein wenig profaner ist. „Die ausgestopften Tiere, die hier vorher standen, hatten Milben und mussten weg“, erklärt Gunnar Supper, der Leiter des Heimatmuseums.

Die Dauerausstellung „Früher und Heute“ zeigt Wennigsen im Wandel der Zeit. Quelle: Mario Moers

Früher und heute

Die zweite Neuerung ist eine Foto-Dauerausstellung. Historische und aktuelle Bilder zeigen bekannte Wennigser Gebäude – früher und heute. Im direkten Vergleich wird Ortsgeschichte bildlich nachvollziehbar. „Wir haben dabei auch an die Neubürger gedacht, die das alte Wennigsen nicht mehr kennen“, sagt Supper.

Jeden Sonntag Programm

Neben den neugeordneten Ausstellungsbereichen wartet das Museum diese Saison mit einem ganz besonderen Programm auf. An fast allen Sonntagen zeigen Handwerker und Künstler aus der Umgebung vor Ort ihr Können. Zum Auftakt demonstrierte Mechthild Lauber am Spinnrad, wie aus Wolle ein Garn entsteht. Am Sonntag, 14. April, ist die Kunsthandwerkerin Sandra Bormann zu Gast.

Das Heimatmuseum Wennigsen, Mühlenstraße 6, ist immer sonntags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Von Mario Moers

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