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Region Wennigsen Nachrichten Eltern haben Vorplatz vom Waldorfkindergarten Sorsum erneuert
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13:12 08.04.2019
An vier Wochenenden haben die Eltern des Sorsumer Waldorfkindergartens den Vorplatz runderneuert. Quelle: Mario Moers
Sorsum

Es ist ein Lichtblick in schweren Zeiten. Der vor einer unsicheren Zukunft stehende Waldorfkindergarten in Sorsum hat einen neuen „Landeplatz“. So nennen die Eltern und Erzieher liebevoll den Vorplatz, den sie derzeit in Eigenarbeit erneuern. An vier Wochenenden haben haben die fleißigen Helfer den bisher eher grauen Hof kreativ aufgewertet. Finanzielle Unterstützung erhielten sie dafür von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (4700 Euro) und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband (2300 Euro). „Durch Spenden von Eltern und bei dem Adventsbasar sind noch einmal rund 1100 Euro zusammengekommen“, sagt Arne Voigts, der als Papa am Sonnabend mit anpackte.

Steine von Seidensticker

Den Eingangsbereich vor dem Kindergarten schmückt nun unter anderem ein großes Beet, samt Kräuterschnecke. Die groben Steinbrocken dafür stammen aus dem abgerissenen Gasthaus Seidensticker in Bredenbeck. Auch für den neu angeschafften, restaurierten Bauwagen auf dem Hof beginnt ein zweites Leben. „Den haben wir aus Holland besorgt“, sagt Voigts. Der Wagen soll künftig als Naturwerkstatt und Ausweichraum dienen. Dort können Kinder und Erzieher vielleicht die Kräuter vorbereiten, die sie im umgestalteten Vorgarten züchten. Ein Insektenhotel und mehrere hölzerne Sitzmöglichkeiten ergänzen das Eingangsensemble. „Wir wollten hier einen Landeplatz schaffen, der zu dem Umfeld passt“, erklärt die Geschäftsleiterin des Kindergartens Angela Schrader.

Die Steine für die neue Natursteinmauer stammen aus der agerissenen Gastwirtschaft Seidensticker in Bredenbeck. Quelle: Mario Moers

Unsichere Zukunft

Der Waldorfkindergarten mit der angeschlossenen Krippe steht gerade vor einer unsicheren Zukunft. Seit die Landesregierung 2018 beschlossen hat, dass Eltern für Kindergartenplätze nicht mehr zahlen müssen, klafft bei der privat betriebenen Einrichtung eine riesige Finanzierungslücke. Rund 100 000 Euro pro Jahr fehlen an Beiträgen. Für das laufende und kommende Jahr ist die Region Hannover finanziell in die Bresche gesprungen. Der Trägerverein hat im Frühjahr einen eigenen monatlichen Elternbeitrag von bis zu 65 Euro eingeführt. Wie sich das Beitragsloch langfristig schließen lässt, ist noch unklar. „Es ist deswegen besonders schön, dass wir jetzt auch wieder etwas positives vermelden können. Das zeigt, dass es hier weitergeht“, sagt Schrader.

Von Mario Moers

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