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Region Wedemark Nachrichten Tanzen verbindet Kinder und Kulturen
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15:12 29.04.2019
Michael Kruse (von links) vom Deutschen Kinderhilfswerk übergibt einen symbolischen Scheck an Grundschülerin Kyra, Dorothea Diekmann, Chefin des Vereins Miteinander, Mitschülerinnen Sabrina und Nina sowie Tanzlehrer Hans Fredeweß. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Mellendorf

Tanz verbindet jenseits der Sprache, liefert Kontakte und macht Kommunikation möglich: Das haben auch Viertklässler der Grundschule Mellendorf und Achtklässler der IGS Wedemark gemeinsam erlebt. Seit Mitte Januar trafen sich die Kinder und Jugendlichen einmal in der Woche, um gemeinsam mit Tanzlehrer Hans Fredeweß von der Compagnie Fredeweß aus Hannover Tänze einzustudieren. Initiiert hatte den Workshop der Verein Miteinander aus der Wedemark – und das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt das Vorhaben mit 5000 Euro.

Stellvertretend für alle Grundschüler nahmen jetzt die Grundschülerinnen Kyra, Sabrina und Nina zusammen mit Tanzlehrer Hans Fredeweß und der Vorsitzenden des Vereins Miteinander Wedemark den symbolischen Scheck von Michael Kruse, Regionaler Koordinator des Deutschen Kinderhilfswerkes, vor der Schule entgegen.

Kinder tanzen auch nach klassischer Musik

Ziel des Projektes „Joint Venture“ ist es, dass sich zugewanderte und einheimische Kinder und Jugendliche beim zeitgenössischen Tanz kennen lernen, um sich so besser zu verstehen. Dabei bildeten die Mellendorfer Jungen und Mädchen zunächst Gruppen, in denen sie sich nach zusammengewürfelter Musik – auch Klassik ist dabei gewesen – bewegten, berichtete der Tanzlehrer jetzt. Alle hätten große Lust am Tanzen gehabt. Lediglich die Jugendlichen hätten sich am Anfang schwer getan, weil sie sich genierten, mit den Jüngeren auf der Tanzfläche aufzutreten. „Das hat sich dann gegeben – und die Jungen und Mädchen wurden ein Team, suchten nach Lösungen und probierten gemeinsam Neues aus“, schilderte Fredeweß die Entwicklung. Grundsätzlich sei es eine Herausforderung alle zusammenzubekommen.

„Ich fand es gut“, erzählte Schülerin Sabrina. Die Zehnjährige räumte allerdings ein: „Es ist sehr schwierig gewesen.“ Ihre Mitschülerin Kyra gefiel der Tanz. „In der Gruppe machte es mehr Spaß als alleine“, sagte die Zehnjährige. Mitschülerin Nina hatte das Gefühl, dass die Jugendlichen öfter dran kamen, als die Grundschüler. „Das ist Dir nur so vorgekommen“, entgegnete Fredeweß, der tunlichst darauf geachtet habe, alle gleich zu behandeln.

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. So auch bei diesem Tanzprojekt. Kreativität, Phantasie und Neugier nach Unbekanntem stecke in jedem Kind – egal ob es aus Deutschland oder einem anderen Land komme, sagte Kruse von Deutschen Kinderhilfswerk. „Das ist ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Herkunft und Sprache spielen keine Rolle

Der Verein Miteinander Wedemark hatte das zweite Mal den Workshop organisiert. „Es war immer wieder eine große Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder mitgemacht haben“, sagte die Vereinsvorsitzende Dorothea Diekmann. Tatsächlich spielten Herkunft oder Sprache keine Rolle. „Gerade die intensive Arbeit in Kleingruppen ließ alle Berührungsängste am Ende vergessen.“ Die Vereinschefin danke dem Deutschen Kinderhilfswerk: die Spende habe ermöglicht, das Projekt mit der erfahrenen Compagnie Fredeweß umzusetzen. Ob es eine Wiederholung des Tanzprojektes geben wird? „Das weiß ich nicht“, sagte sie.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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