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Region Wedemark Nachrichten So war die erste Wrestling-Show im Mellendorfer Eisstadion
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00:19 03.07.2019
Geballte Frauenpower im Ring – die Zuschauer sind begeistert. Quelle: Ursula Kallenbach
Mellendorf

Kämpfen, knallend hinfallen, ringen, springen, auf’s Kreuz legen, gegen die Bande werfen, schreien und drohen – erstmals bekamen Wrestling-Fans jetzt eine große Show in der Wedemark geboten. In der Eishalle in Mellendorf ging es am Sonnabend ab 20 Uhr im Ring zur Sache. Etwa 650 Zuschauern konnte der Ringsprecher letztlich für eine Superstimmung danken.

Wo in der Wintersaison Eissportler trainieren, gehörte der freie Betonboden nun dem Publikum, das in Stuhlreihen rund um das erhöht aufgebaute Viereck aus zwei Boxringen beste Sicht hatte. In Paarungen und im Quartett traten dort oben die Wrestler gegeneinander an. Sie traten auf, muss man eher sagen, wie es das Publikum liebt, als Gute, Böse, Strategen, Kraftpakete in jedem Fall – eine dramaturgische Supershow. Bühnennebel und Kostüm-Brimborium, Musik und Körpersprache gehören dazu, der Ringrichter klopft ab und liegt dabei selbst schwitzend auf dem Boden.

Frauen im Publikum geben alles

Die Zuschauer gingen mit – sie pfiffen, klatschten, buhten aus vollem Leibe. „Die Herren der Ringe“, wie die Wrestling-Veranstaltung untertitelt war, mussten aber den stählernen Frauen in viel schwarzem Outfit Platz und Zeit einräumen im Ring und in der Publikumsgunst. Dafür gaben auch Frauen im Publikum gern alles, um ihre Favoritinnen zu unterstützen.

Aus Brelingen stand Hannelore Mantai jubelnd und pfeifend am Rand des Rings. „Eigentlich interessiert mich nur, ‚Cat‘ zu sehen“, sagte sie. „Ich kenne diese Frau seit 25 Jahren aus unserer Firma. Die hat sich so toll entwickelt und hat sogar mit Udo Lindenberg auf der Bühne Show gemacht.“ Allerdings: Mit jetzt 65 Jahren erinnert sich die Brelingerin auch noch an Catch-Legenden wie René Lasartesse, den sie als junge Frau auf dem Schützenplatz bei Kämpfen erlebte. Damals hieß der Sport noch Catchen, erzählte Mantai, und die Großen darin brachten Kampfgewichte ein und Persönlichkeiten.

Fans kommen nicht nur aus der Wedemark

Cornelia Teuber war mit einer ganzen Gruppe aus Lehrte-Immensen zu der Veranstaltung gekommen. „Die Stimmung stimmt, der Veranstalter ist cool drauf“, meinte die 26-Jährige. Seit sicher sechs Jahren sei sie großer Wrestling-Fan. Erst hatte sie das nur mit Papa im Fernsehen geguckt. „Dann habe ich mitbekommen, dass es das auch Live gibt.“

Scorpions-Torwart steigt in den Ring

Den aktuell schwersten Catcher-Vollprofi mit 268 Kilo Lebendgewicht bewahrte sich der Veranstalter, das Unternehmen Power of Wrestling (POW) bis zum Schluss auf. Aber auch der Hausherr in der Eishalle und Mitveranstalter Ingo Haselbacher, Geschäftsführer der Gesellschaft Sport und Freizeit, hatte im späten Verlauf der Veranstaltung noch seinen Spaß in eigener Sache. Denn der aktuelle Torwart der Hannover Scorpions Eishockey-Mannschaft, Enrico Salverani, stieg zu dem Kämpfer „Red Scorpion“ in den Ring und ließ sich auf die Matte schleudern.

Wie Eishalle im Sommer auslasten?

„Es waren auch viele Scorpions-Fans im Publikum“, sagte Haselbacher am Sonntag. Insgesamt sei eine Vielzahl von Veranstaltungen wichtig, um die große Eishalle im Sommer auszulasten und die ganze Anlage wirtschaftlich zu betreiben. „Eine Kapazitätsauslastung versucht man immer.“ So ist die sommerliche Eishalle seit Jahren auch Platz für Flohmärkte, und bei Rassehundeschauen prüfen Wertungsrichter auch das Kampfgewicht von Vierbeinern.

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Von Ursula Kallenbach

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