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Nachrichten Museen wollen enger kooperieren
Region Wedemark Nachrichten Museen wollen enger kooperieren
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00:15 15.02.2019
Gerhard Bleich (von links), Karl-Hans Konert, Oliver Freise, Tim Müller und Katja Weberling wollen die Zusammenarbeit innerhalb des Museumsverbands Hanniover-Deister wieder mit Leben füllen. Quelle: Sven Warnecke
Bissendorf

In der Region Hannover samt Deister gibt es aktuell etwa 60 Museen – die dem Verband bekannt sind. Mutmaßlich gibt es noch mehr, die aber dem Museumsverband bislang nicht zur Kenntnis gelangt sind. Seit 1982 gibt es diese Arbeitsgemeinschaft bereits. Doch nach gut 30 Jahren schlief die Zusammenarbeit ein.

Das soll nun wieder anders werden. Aus diesem Grund haben sich am Montag 25 Verantwortliche aus 14 Museen unter der Leitung von Oliver Freise vom Museumsverband Niedersachsen-Bremen (MVNB) in Bissendorf getroffen. Mit dabei waren Karl-Hans Konert, Leiter des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark in Bissendorf, Gerhard Bleich, Leiter des Stadtmuseums Burgdorf sowie seine Mitarbeiterin Katja Weberling und Tim Sebastian Müller, Leiter des Museums für Energiegeschichte Hannover.

Zusammenarbeit soll wiederbelebt werden

Im vergangenen Herbst sei beschlossen worden, die Zusammenarbeit und damit den Verband wiederzubeleben, berichtet Konert nun. „Um sich auszutauschen“, betont Freise. Das gelte speziell auch für die kleineren, zumeist ehrenamtlich geführten Museen in der Arbeitsgemeinschaft. Doch das sei beileibe keine geschlossene Gruppe. Dort könne jeder Interessierte aus den verschiedenen Museen aktiv werden – kostenlos. Sein Verband sei zwar bestrebt, alle Einrichtungen zu kennen. Doch es gebe noch viele Unbekannte. Schließlich „gibt es keine Meldepflicht“, betont Freise. „Wir wollen aber den Überblick behalten.“

Nun haben sich die Akteure in Bissendorf getroffen, um sich über Neuigkeiten zu informieren, Kontakte neu zu knüpfen und einen möglichst regen Austausch an Erfahrungen – auch Ausstellungsstücken – zu pflegen. Denn „Vernetzung“ sei wichtig, betont auch Müller. Jedes Museum betreibe eine eigene „Sammlungsstrategie“. Daran sollten andere auch teilhaben können.

Gerhard Bleich aus Burgdorf brachte es dahingehend auf den Punkt: „Der Austausch der Exponate ist keine Konkurrenz.“ Vielmehr könnten sich die Museen gegenseitig helfen, die Schauen nicht nur interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten, sondern vor allem so wieder mehr Besucher anzulocken. So kann er sich durchaus etwa eine Ausstellung zur Musikgeschichte der hiesigen Region vorstellen, auch mit Leihgaben aus Bissendorf mit Exponaten von Heinz-Rudolf Kunze oder den Scorpions.

In Burgdorfer Museen kommen 35.000 Besucher jährlich

Und die Burgdorfer sind mit dieser Erkenntnis bereits jetzt weit vorne. Gut 35.000 Besucher zählen sie heute jährlich bei den etwa 15 verschiedenen Ausstellungen in den beiden betreuten Häusern der ehemaligen Kreisstadt. Seit der Übernahme der Trägerschaft durch den Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) im Jahr 1998 wurde konsequent nicht nur die Digitalisierung vorangetrieben, sondern auch sämtlichen Dauerausstellungen abgeschworen, berichtet Bleich nun bei dem Treffen in Bissendorf. Doch das sei auch nur dank der vielen ehrenamtlichen Helfer möglich gewesen.

Diesem Erfolg musste dann auch Konert beipflichten. Das Richard-Brandt-Museum hatten im vergangenen Jahr indes nur etwa 2000 Besucher von Innen gesehen. Der Einrichtung machen seinen Angaben zufolge die andauernden Umbauarbeiten am benachbarten Amtshaus erheblich zu schaffen. Denn zuvor waren durchschnittlich etwa 4000 Menschen in die Ausstellungen gekommen. Doch es ist ein Schimmer am Horizont zu erkennen. Die Arbeiten am Amtshaus sollen in naher Zukunft abgeschlossen sein und dann den Besucherströmen in das Heimatmuseum nichts mehr im Wege stehen.

Von Sven Warnecke

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