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Nachrichten K 107: Autofahrer suchen sich Schleichwege
Region Wedemark Nachrichten K 107: Autofahrer suchen sich Schleichwege
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00:15 16.02.2019
„Durchfahrt verboten“: Die Kreisstraße 107 zwischen Gailhof und Wennebostel ist seit Montag gesperrt. Der Grund: Die Stadtwerke Hannover tauschen zwei Sperrschieber an einer großen Wasserleitung aus. Quelle: Sven Warnecke
Gailhof/Wennebostel

Seit Montag ist die Kreisstraße 107 (K 107) zwischen Gailhof und Wennebostel gesperrt. Doch bisher wollen offenbar viele Autofahrer die „Durchfahrt verboten“-Schilder nicht wahrhaben. Vielmehr versuchen sie abseits der ausgeschilderten Umleitung über Mellendorf ihr Ziel zu erreichen. Oder sie drehen kurz vor der Sperrung auf der schmalen Fahrbahn um. Ein endloses Rangieren droht vor den Absperrbaken.

Derzeit leiten die Umleitungsschilder Autofahrer von Gailhof über die „Stucke-Kreuzung“ in Mellendorf nach Wennebostel und entsprechend in die Gegenrichtung von Wennebostel nach Gailhof. Doch auf dieser Strecke müssen sie zweimal die Bahngleise überqueren – ein Nadelöhr und zu bestimmten Uhrzeiten mit längeren Wartezeiten vor den Schranken verbunden.

Andere Umleitungen sind nicht möglich

Doch eine andere Möglichkeit, den Verkehr umzuleiten, gibt es nach Auskunft von Wedemarks Gemeindesprecher Ewald Nagel nicht. Andere Straßen stünden schlichtweg nicht zur Verfügung. Teilweise seien die entlang der gesperrten Strecke vorhandenen Wege für den Durchgangsverkehr auch gesperrt. „Zudem müssen wir sichergehen, dass der Schwerlastverkehr die Wege passieren kann“, sagt Nagel. Nur die Umleitung über Mellendorf sei deshalb möglich. „Bei allem anderen sind uns die Hände gebunden.“

Vollsperrung für Bauarbeiten notwendig

Bis voraussichtlich Freitag, 1. März, dauern die Arbeiten an der Wasserleitung – so lange bleibt die Straße in beide Richtungen gesperrt. Und Eile ist notwendig. Denn ab Anfang April soll der Wedemärker Streckenabschnitt der Autobahn 7 zwischen Schwarmstedt und dem Hannover-Kreuz Nord saniert werden. Dann wird auch wieder die K 107 vom Umleitungsverkehr genutzt werden.

Die Stadtwerke Hannover (Enercity) tauschen nach Auskunft von Unternehmenssprecher Carlo Kallen zuvor zwei große Absperrschieber an einer von insgesamt sechs „Trinkwasserzubringerleitungen aus den Wasserwerken im Fuhrberger Wald“ aus. Die Leitungen haben einen Innendurchmesser von 80 Zentimeter und liegen tief im Boden, damit sie geschützt sind. Bei den Bauarbeiten auf der K 107 könne nach Angaben des Sprechers nicht einmal eine Fahrspur frei bleiben. Es müssen große Löcher gegraben werden, sagt Kallen. „Die Arbeiten können deshalb nur mit einer Vollsperrung durchgeführt werden“, antwortet er auf Nachfrage.

Bevor die Löcher wieder zugemacht und die Straße für den Verkehr freigegeben werden kann, muss die Wasserleitung zunächst befüllt werden. Im Anschluss müssen nach Auskunft des Enercity-Sprechers Proben genommen werden, um die Qualität des Wasser auch nach dem Ende der Bauarbeiten sicherzustellen.

Von Julia Polley

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