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Region Wedemark Nachrichten Wasserverband Nordhannover hat derzeit keine Versorgungsprobleme
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18:55 27.06.2019
Im Norden Hannovers gibt es derzeit keine Trinkwasserknappheit, trotzdem sollten Haushalte sparsam mit dem Wasser umgehen. Quelle: Oliver Berg/dpa (Archiv)
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Wedemark/Burgwedel/Isernhagen

„Wir haben zur Zeit keine Probleme mit der Versorgung“, sagt Volker Krebs, Geschäftsführer vom Wasserverband Nordhannover. Dennoch ermahnt er die circa 100.000 Kunden zu einem sparsamen Umgang: „Wir müssen sehr sensibel mit dem Trinkwasser umgehen.“ Der Wasserverband werde die Situation „kritisch beobachten“.

Der Wasserverband Nordhannover versorgt die Haushalte in der Wedemark mit Trinkwasser – außer der Ortschaft Resse. Dort beziehen die Haushalte Wasser vom Wasserverband Garbsen-Neustadt. Dieser hatte die Nutzung für Kunden eingeschränkt, weil das Wasser knapp wird. Zum Versorgungsgebiet des Wasserverbands Nordhannover gehören auch Burgwedel, Isernhagen, sowie Teile von Lehrte, Sehnde und Burgdorf.

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Versorger produziert 16 Prozent des Wassers selbst

Der Versorger bezieht 84 Prozent des Wassers von Enercity und von den Harzwasserwerken in Ramlingen. 16 Prozent produziert der Wasserverband selbst. „Wir sind von den Lieferanten abhängig“, sagt Krebs. Wenn es eine geringer Lieferung gebe, dann verringere sich der Druck in den Leitungen automatisch. Das sei etwa zu Spitzenzeiten der Fall, wenn viele Menschen den Wasserhahn aufdrehen. „Das heißt aber nicht, dass es kein Trinkwasser mehr gibt“, sagt er. Im vergangenen Jahr habe der Versorger durch die anhaltende Hitze insgesamt 5,22 Prozent mehr Wasser zukaufen müssen als 2017, berichtet Krebs. 2017 sei der Zukauf um 2,8 Prozent im Vergleich zu 2016 gesunken.

Geschäftsführer gibt Tipps zum sparsamen Umgang

Der Geschäftsführer gibt Tipps für den sparsamen Umgang mit Trinkwasser – auch mit Blick auf die bevorstehende Hitze am Wochenende: Krebs empfiehlt, nicht in der Mittagssonne den Rasensprenger aufzustellen oder die Pflanzen zu gießen. In dieser Zeit gebe es eine hohe Verdunstungsrate. Stattdessen sollten Kunden niedringsprühende Perlschläuche verwenden und das Gießen auf den frühen Morgen oder in die Abendstunden verlegen. Wer einen Brunnen im Garten hat, sollte das Wasser daraus zum Bewässern der Pflanzen und für den Pool nehmen, rät Krebs. „Ich sehe es im Augenblick als Tipp und nicht als Pflicht“, sagt Krebs. „Wir müssen uns bewusst sein, dass wir mit Trinkwasser sorgfältig umgehen.“

Doch die Hitzewelle merkt auch der Wasserverband im Verbrauch: „Wir haben jedes Jahr im Mai und Juni den höchsten Verbrauch“, sagt der Geschäftsführer. Im Juli und August sinken die Verbrauchsmengen laut Krebs für gewöhnlich wieder.

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Von Julia Gödde-Polley