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00:18 03.05.2019
Der Fördervereinsvorsitzende Sandor Tadje wirbt für die Montessorischule mit angegliedertem Hort. Quelle: Ursula Kallenbach
Bissendorf-Wietze

Bereits im elften Jahr arbeitet die Montessorischule in Bissendorf-Wietze als staatlich anerkannte Grundschule in der Wedemark – gleichwohl kommen viele Schüler auch aus Langenhagen, Hannover und der Region. 49 Kinder gehen aktuell in die Schule. Zum nächsten Schuljahr werden voraussichtlich zwölf Mädchen und Jungen aufgenommen. Der große Einzugsbereich reicht bis in den Heidekreis, da es im Norden noch nicht viele Montessori-Schulen gibt. In der Wedemark verdankt die Montessorischule ihren Fortbestand der Anja-Fichte-Stiftung, die den Neubau mit einer großzügigen, hellen Architektur und einem großen Außengelände vor fünf Jahren finanziert hat.

Sieben Lehrkräfte in Voll- und Teilzeit unterrichten in der Montessorischule; ein Hort ist angegliedert. Die Kinder verteilen sich im Schulgebäude auf zwei Gruppenräume und lernen jahrgangsübergreifend in ihrem eigenen Tempo. Eltern müssen Schulbeiträge bezahlen; bis zu 20 Prozent der Schulplätze werden zu ermäßigten Gebühren vergeben. „Wir sind offen für Inklusionskinder“, betont Schulleiterin Stefanie Rifai. Derzeit nimmt ein Kind inklusiv am Unterricht und Schulleben teil.

Doch müssten die Arbeit und die Schulgebühr in dieser besonderen Schule auch in einem bezahlbaren Rahmen gehalten werden, betont für den Förderverein Beate Röll. „Eines unserer großen Themen ist deshalb zurzeit die Sponsorensuche. Wir sind in den vergangenen Jahren weiter gewachsen und freuen uns, dass wir immer mehr Kindern ein Lernen mit Begeisterung ermöglichen können. Dadurch beschäftigen wir mehr Lehrer, benötigen mehr Mobiliar, brauchen immer wieder Ersatz für Montessori-Materialien“, verdeutlicht sie. „Der Schulbetrieb ist kostspielig, und wir wollen die notwendige weitere Professionalisierung beispielsweise durch neue Software und IT-Ausstattung gerne auch mithilfe von Sponsorengeld finanzieren.“

Förderverein hat aktuell 38 Mitglieder

Der Förderverein hat der Schule zuletzt drei Tablets für den Unterricht übergeben. Die Anzahl der aktiven Fördermitglieder entspricht mit 38 fast genau der Anzahl der Eltern mit 49 Kindern. Denn aus einigen Familien werden in der Schule auch Geschwisterkinder unterrichtet. Der Förderverein hat auch schon Trikots gestiftet für ein Turnier der Grundschulen, berichtet der Vorsitzende Sandor Tadje aus Langenhagen, der die Tablets gemeinsam mit seinem Stellvertreter Christian Bernstorf aus der Wedemark vor kurzem in der Schule überreichte.

Unter den Eltern sind Aktivitäten Pflicht und Lust: Vier bis fünf Elternarbeitstage im Jahr sind verpflichtend. Speziell die Väter kommen außerdem einmal monatlich montags zu einem Stammtisch zusammen; einmal jährlich unternehmen sie eine Väter-Tour.

„Mein Thema ist vor allem die Förderung der Schule, wo immer kein offizielles Budget vorgesehen ist“, verdeutlicht Tadje, der Ende des Jahres 2018 das Amt des Vorsitzenden übernahm. Dringlichstes Ziel sei dabei, für diese Schule in die Öffentlichkeit zu gehen. Eine öffentliche Veranstaltung zum Thema Internetnutzung am 8. Mai in der Montessorischule soll viele Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern aus anderen Orten anziehen. Dort will Tadje auch Sponsoren für die Grundschule in Bissendorf-Wietze gewinnen. Dazu sucht er noch Sachspenden von Unternehmen. Ein finanzielles Polster gebe es im Moment noch, bestätigt der Fördervereinsvorsitzende. Aber es gebe immer auch Wünsche, zum Beispiel, eine Hängematte für den Außenbereich anzuschaffen.

Kinder online, vernetzt, überfordert?

„Kinder im Grundschulalter: online, vernetzt und überfordert?“ – dieser Frage geht ein Informationsabend für Eltern am Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr in der Montessorischule in Bissendorf-Wietze, Am Wietzestrand 29, nach. Der Abend richtet sich primär an Eltern der Dritt- und Viertklässler. Aber auch Eltern jüngerer Kinder sind willkommen. Die Veranstaltung findet in der pädagogischen Verantwortung des Vereins niedersächsischer Bildungsinitiativen statt. Dabei werden die aktuellen Nutzungsgewohnheiten von Kindern beschrieben und einzelne Seiten, Apps und Spiele vorgestellt. Es werden Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Eltern ihre Kinder sinnvoll und konstruktiv bei der Mediennutzung begleiten können. Es werden Fragen erörtert, etwa wie viel Medienzeit angemessen ist, welche Spiele gespielt werden dürfen, und wie online (oder auch offline) ein Kind heute sein darf oder soll.

Referent ist Ralf Willius, Sozialpädagoge, Informationspädagoge und selbst Vater. Er arbeitet für den Verein smiley in Hannover und ist freiberuflich unter anderem für den Verein Blickwechsel und als Dozent für die niedersächsische Landesmedienanstalt tätig.

Von Ursula Kallenbach

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