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Region Wedemark Nachrichten Heimatmuseum zeigt Schmuck aus Altmaterial
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00:15 13.07.2018
Werner Häring (von links), Olympia Sprenger, Margit Tabel-Gerster, Gila Dröscher, Stephan Zins und Helmut Dohnke vom Museumsteam vor einer Schmuckvitrine mit Exponaten aus dem Büroalltag. Quelle: Konert (privat)
Bissendorf

260 handgefertigte Schmuckstücke aus alten und gebrauchten Gegenständen sind noch bis zum 30. September in der Sonderausstellung „Erhalten und Gestalten“ im Bissendorfer Richard-Brandt-Heimatmuseum zu sehen – auch während der Sommerferien. Die Materialien stammen aus Berufs- und Haushaltsalltag, von Flohmärkten und von der Straße.

Noch vor Ende der Ausstellung dürfen Kinder es noch einmal der kreativen Schmuckherstellerin Margit Tabel-Gerster aus Hamburg nachmachen. Am Sonntag, 2. September, ist ein zusätzlicher Workshop mit „Fine Funkelsteyn“ eingeplant. Darin können Kinder unter fachlicher Anleitung der Museumspädagogin Jeanette Mikonauschke (alias Fine Funkelsteyn) selbst Schmuck anfertigen. Sechs Plätze sind noch zu haben. Der kleine Kursus ist kostenfrei, Anmeldung unter finefunkelsteyn@web.de. Mehrere vorausgegangene Kinder-Workshops waren bereits nach kurzer Zeit ausgebucht.

Das Museumsteam hat die Sonderschau über das gesamte Museum im Obergeschoss der Bibliothek Bissendorf einschließlich Kavaliershaus nebenan verteilt. Dabei sind die Schmuckstücke den Museumsexponaten der Dauerausstellung inhaltlich zugeordnet. So sind die gezeigten Schmuckobjekte auch aus Materialien gearbeitet, wie sie im Museum zu finden sind und haben dort jeweils ihren Platz gefunden: Alte Taschenuhren reihen sich in dieser Abteilung zu einer Halskette, Radiergummi-Schmuck findet sich im Bereich Schule des Museums.

Aus Fingerhüten, alten Schutzkappen beim Nähen, hat die Künstlerin Schmuck angefertigt. Quelle: Kallenbach

Besondere Anerkennung erhielt die Hamburger Autodidaktin Margit Tabel-Gerster jetzt von drei Künstlern der Design- und Fotobranche. Ebenfalls aus Hamburg angereist, würdigten Schmuckdesigner Werner Häring, Designerin Gila Dröscher und die Fotokünstlerin Olympia Sprenger die phantasievollen Arbeiten und beurteilten die fachliche Qualität der Schmuckstücke. Den Weg, Altes und Gebrauchtes umzustylen, geht Designerin Dröscher beim Bearbeiten von Pelzen. Aus alten Persianermänteln gestaltet sie neue Kleidungsstücke. Dazu entwickelte sie ihr eigenes Label „NEWyesterday“. Daher habe diese Ausstellung genau das Verständnis der Designerin vom Umgang mit wertvollen alten Gegenständen getroffen, berichtete Museumsleiter Karl-Hans Konert danach. Fotokünstlerin Sprenger wiederum habe aus ihrem Blickwinkel besonders die Präsentation der Ausstellung im Museum betrachtet.

„Ich bin sehr dankbar, dass mir das Richard-Brandt-Museum Wedemark die Gelegenheit geboten hat, meine Schätze in diesem besonderen Rahmen zu zeigen. Solch eine Präsentation habe ich mir immer gewünscht“, betonte Tabel-Gerster bei der Führung der Gäste durch die Museumsräume. Dabei erläuterten Sabine und Helmut Dohnke aus dem Museumsteam die ausgestellten Schmuckstücke.

Das Heimatmuseum an der Gottfried-August-Bürger-Straße in Bissendorf (im Obergeschoss der Bibliothek) ist sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzliche Öffnungen und Führungen auf Anfrage unter Telefon (05130) 790396.

Von Ursula Kallenbach

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