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Nachrichten Straße der Kinderrechte: Schüler entwerfen neue Skulptur
Region Wedemark Nachrichten Straße der Kinderrechte: Schüler entwerfen neue Skulptur
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00:17 23.12.2018
Nico (9, von links), Lucjan (9) und Mikael (9) haben den Siegerentwurf gestaltet. Quelle: Stephan Hartung
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Resse

Darauf kann sie stolz sein: Die Grundschule Resse bekommt demnächst eine eigene Skulptur in der Ortschaft. Die Schule hat sich mit einer dritten Klasse und zwei vierten Klassen am Projekt „Erweiterung Straße der Kinderrechte“ beteiligt. Die drei Jungen Nico, Lucjan und Mikael aus der 4a haben den besten Entwurf gestaltet. 45 Schüler nahmen an dem Projekt teil. 13 Kunstwerke sind in der Aula zu sehen.

Die Skulptur wird eine Höhe von etwas drei Metern haben und ihren Standort beim Frischmarkt Pagel erhalten. „Bis Juni 2019 muss die Skulptur stehen. Bis dahin muss das wegen der Fördermittel erfolgen“, sagt Bernd Tschirch, Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark, die mit der Grundschule Resse kooperiert. Das Projekt wird zu 80 Prozent mit Geld der Europäischen Union und zu 20 Prozent von der Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken unterstützt.

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Klasse beschäftigt sich mit Kinderrechten

Seit etwa einem halben Jahr, berichtet Klassenlehrerin Susanne Mau, beschäftigt sich ihre 4a mit dem Thema Kinderrechte. „Wir finden, dass elterliche Fürsorge wichtig ist und dass man ein Dach über dem Kopf haben sollte“, sagt Bella (9). Vor sechs Wochen begann dann im Unterricht die praktische Umsetzung der Ideen der Schüler. Was folgte, war die schwere Entscheidung der Jury, die aus dem Kollegium bestand. „Wir haben sehr lange überlegt und diskutiert. Eigentlich hätte alle Entwürfe den Sieg verdient gehabt“, sagt Mau.

Die Grundschüler zeigen ihre Werke. Quelle: Stephan Hartung

Doch einen Gewinner muss es schließlich geben. Das Jungen-Trio gestaltete eine große Hand, an der eine Schaukel hängt. Auf der Schaukel sitzt ein Kind. „Die Hand soll dem Kind Schutz bieten, sodass es auch Zeit zum Spielen hat“, sagt Lucjan (9). Dass es bald in Resse eine Skulptur nach ihrer Vorlage geben soll, findet Mikael „echt cool“. Bei der Erstellung, sagt Tschirch, wird Grundschul-Hausmeister Fred Ahrens helfen. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder mit solchen Themen beschäftigen. Denn es gibt auch Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen“, sagt Schulleiter Werner Behrens.

Bleibt nur noch die Frage zu klären: Und wie geht es mit den Kunstwerken nach den Weihnachtsferien weiter? Denn die sind ja viel zu schade für den Schulkeller. „Vielleicht machen wir in Kürze mal eine kleine Ausstellung“, sagt Mau. Dies würde nicht nur die Kinder erfreuen. Auch viele Eltern und Großeltern würde es mit Stolz erfüllen, wenn sie sehen, was die kleinen Künstler für Werke hergestellt haben.

Das ist die Straße der Kinderrechte

Die Gemeinde Wedemark bildet zusammen mit Neustadt und Wunstorf die Leader-Region Meer & Moor. Die drei örtlichen Kunstschulen kooperieren. Ziel ist es, mit Kunst im öffentlichen Raum auf die Kinderrechte hinzuweisen. Die verschiedene Standorte sorgen damit für eine Straße der Kinderrechte. In der Wedemark gibt es bislang 16 Skulpturen, davon sechs in Mellendorf. Das Kunstwerke in Resse wird die Nummer 17 sein. Und Nummer 18 und 19 sind in der Entstehung“, sagt Bernd Tschirch, Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Die Schule arbeitet dafür mit der Jugendfeuerwehr in Negenborn und der Kirchengemeinde in Abbensen-Helstorf zusammen. hg

Von Stephan Hartung