Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Fahrbahn stark beschädigt: Ab dann wird die L190 erneuert
Region Wedemark Nachrichten Fahrbahn stark beschädigt: Ab dann wird die L190 erneuert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 28.04.2019
Auf der Landesstraße 190 weist die Fahrbahn starke Schäden auf. Quelle: Stephan Hartung
Anzeige
Wedemark/Kaltenweide

Die Schlaglöcher, Fugen und Risse in und auf der Oberfläche der Landesstraße 190 sind nicht zu übersehen. Die Fahrbahn, die durch die Wedemark führt, muss dringend saniert werden. Zuständig dafür ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Dieses Vorhaben steht bei uns auf der Agenda. Wir können 2020, spätestens 2021 anfangen. Zu klären sind noch personelle und finanzielle Angelegenheiten“, sagt Friedhelm Fischer, der in der Behörde den Geschäftsbereich Hannover leitet.

Auf der L190 weist die Straße starke Schäden auf. Quelle: Stephan Hartung

Warum der Start nicht mehr 2019 erfolgen kann, hat einen einfachen Grund: Die L190 ist die offizielle Umleitungsstrecke der Autobahn 7 – die wie bereits im vergangenen Jahr zwischen dem Kreuz Hannover-Nord und Schwarmstedt komplett saniert wird oder werden soll. „Deswegen hat die L190 schon 2018 sehr gelitten, dieses Jahr auch. Der Lkw-Anteil ist auf dieser Straße sehr hoch. Das Nötigste bessern wir aus“, sagt Fischer. Eine Grunderneuerung mache aber erst Sinn, wenn die Arbeiten auf der A7 abgeschlossen sind.

Anzeige

Umleitungsverkehr beeinträchtigt Fahrbahn stark

Dann soll die komplette Strecke zwischen Kaltenweide bis zur Regionsgrenze zum Heidekreis generalüberholt werden. Vermutlich in mehreren Abschnitten. Eine solche Sanierung kann vier bis fünf Jahre dauern, sagt Fischer. „Es gibt Bereiche auf freier Strecke, wie ab Kaltenweide, die einfacher zu bauen sind. Aber innerhalb von Ortschaften wird es schwer und aufwändiger.“ Dann sei auch mit den Kommunen abzustimmen, inwieweit auch Fuß- und Radwege in Angriff genommen werden können, auch die Fahrpläne der Busse müssen abgestimmt werden, weil diese wegen Baustellen oft Umwege in Kauf nehmen müssten. „Wir haben ein Sonderprogramm für Ortsdurchfahrten, könnten schnell reagieren“, stellt Fischer in Aussicht.

Noch gibt es keine konkreten Pläne. Aber der Geschäftsbereichsleiter geht davon aus, dass die L190 im Süden und damit hinter Kaltenweide zunächst in Angriff genommen werde. „Dann hätten wir den Teil, der am wichtigsten ist und das höchste Verkehrsaufkommen hat. Am Abzweig nach Bissendorf fließt schon viel Verkehr ab und wird in Richtung Norden weniger.“

2010 ist Strecke zuletzt saniert worden

Dieses Gefühl dürfte den einen oder anderen Pendler bei dieser Nachricht beschleichen: Die L190 wurde doch erst vor ein paar Jahren ausgebessert und war ein Baustelle. Genau genommen sind es doch schon neun Jahre, 2010 gab es Reparaturen in Folge von Frostschäden. „Damals haben wir nur eine Dünnschicht aufgetragen und gehofft, dass sie sechs Jahre hält“, sagt Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Insofern sei es eine gute Nachricht, dass der Straßenbelag nun nach neun Jahren in einem Zustand ist, der eine Erneuerung erfordert, meint Fischer. „Jetzt ist die Straße aber soweit. Sie muss gemacht werden.“

Von Stephan Hartung