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Nachrichten Blitzer-Anhänger kommt: Wedemark macht Jagd auf Raser
Region Wedemark Nachrichten Blitzer-Anhänger kommt: Wedemark macht Jagd auf Raser
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00:18 21.01.2019
Die Gemeinde hat 142.000 Euro in den mobilen Blitzer-Anhänger investiert. Quelle: Sven Warnecke
Wedemark

Das Gerät blitzt bei der Präsentation der neuesten Anschaffung der Gemeinde Wedemark im Minutentakt auf: Der mobile Blitzer-Anhänger, den Jürgen Auhagen, Leiter der Ordnungsabteilung, am Freitagvormittag vorstellt, scheint an der Kaltenweider Straße in Mellendorf richtig zu stehen. Und das, obwohl bei dem Termin an dem Anhänger nicht nur gut sichtbar Autos, sondern auch einige Menschen stehen. Reihenweise werden Raser registriert. Doch bei diesem Standort soll es nicht bleiben, betont Auhagen. Es gebe noch genügend andere Stellen in den Wedemärker Ortschaften.

Die Wedemark hat als erste Kommune der Region sich einen eigenen Blitzer-Anhänger mit moderner 3D-Technologie angeschafft. Quelle: Sven Warnecke

Die 142.000 Euro teure Technik soll temporär dort positioniert werden, wo es angebracht erscheint, betont Auhagen. Speziell ab Frühjahr mit Beginn der nächsten Bauarbeiten auf der Autobahn 7 zwischen Mellendorf und Schwarmstedt auch auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken etwa in Berkhof, Elze oder Meitze. Er ruft in Erinnerung, das seit vielen Jahren die Verkehrssituation in der Wedemark in der Bevölkerung wie auch in den Ortsräten diskutiert worden ist. Insbesondere überhöhte Geschwindigkeit und die Verkehrsdichte hatte in jüngster Vergangenheit die Sicherheit in den Ortschaften extrem beeinträchtigt, berichtet Auhagen. „Durch die Dauerbaustelle auf der A 7 und dem Umleitungsverkehr durch die Wedemark ist das Thema wieder verstärkt in den Fokus gerückt.“

Standort ist flexibel wechselbar

Mit der schließlich von der Wedemärker Politik am 20. August beschlossenen und nun ausgelieferten Anschaffung ist die Wedemark die erste Kommune in der Region Hannover, die einen eigenen hochmodernen Blitzer-Anhänger im Fuhrpark hat. Andere Städte, wie etwa Neustadt oder Sehnde und Isernhagen warten noch auf die Technik.

Und diese mobile, jederzeit zu versetzende Technik hat es durchaus in sich. Auhagens Angaben zufolge kann das Gerät 24 Stunden lang über zehn Tage hinweg Tempoverstöße ahnden, listet Auhagen auf. Erst dann müssten die Batterien wieder aufgeladen werden. Das Gerät mit 3D-Lasertechnik ist alarmgesichert und gegen Vandalismusschäden geschützt. Es kann das Tempo in beide Richtungen messen. „Sogar bis zu 330 Stundenkilometer schnelle Fahrzeuge werden erfasst“, betont Auhagen. Und gegen gravierende Schäden – wie im Juli an der Schwarmstedter Straße in Hellendorf, als ein 40-Tonner den Blitzer-Anhänger der Polizei „voll“ getroffen und komplett zerstört hatte – ist die Gemeinde über den kommunalen Schadensausgleich versichert.

50 Prozent der Einnahmen fließen in Gemeindehaushalt

Totalschaden: An dem Messgerät ist nach dem Unfall nicht mehr viel heil geblieben. Quelle: Polizei (Archiv)

Der Kauf des Gerätes ist mit 142.000 Euro recht üppig. Doch aus den zu erwartenden Einnahmen erhält die Gemeinde etwa 50 Prozent. Der Rest fließe an die Region Hannover als sogenannte Ahndungsbehörde für die Bearbeitung der Buß- und Strafgeldbescheide. Auhagens Angaben zufolge regele das das 2001 beschlossene Regionsgesetz. Die in der Wedemark erzielten Einnahmen finden zunächst nicht zweckgebunden in dem kommunalen Haushalt ihren Niederschlag, heißt es von Wedemarks Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Anfrage dieser Zeitung. Und einem möglichen Anwurf der „Abzockerei“ kommt Nagel gleich zuvor: „Wir hoffen, dass sich das herumspricht und die Leute langsamer fahren.“ Der Sicherheit in der Wedemark zuliebe.

Von Sven Warnecke

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