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Nachrichten Eishockey: So sicher sind die Heimspiele der Hannover Scorpions
Region Wedemark Nachrichten Eishockey: So sicher sind die Heimspiele der Hannover Scorpions
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06:50 15.08.2019
Mit so vielen Wagen ist die Polizei selten am Eisstadion in Mellendorf vor Ort. Quelle: Stephan Hartung (Archiv)
Mellendorf

 Bei den Heimspielen der Hannover Scorpions sorgt eine Firma für die Sicherheit der Fans und Spieler. Zwischen zehn und 20 Mitarbeiter kümmern sich unter anderem um den Einlass der Besucher. Die Polizei ist nicht ständig präsent. Lediglich bei „zwei bis drei Spielen in der Saison“ sind nach Auskunft von Jochen Sachweh, Leiter des Mellendorfer Kommissariats, Kräfte vor Ort. Die Polizei kategorisiert im Vorfeld die Brisanz der Partien und steht in regelmäßigem Kontakt zu den Verantwortlichen und dem Sicherheitsdienst.

„In der Regel ist Eishockey immer ruhig“, sagt Jochen Haselbacher, Geschäftsführer der Stadion-Betreibergesellschaft Sport und Freizeit. „Das Thema Sicherheit ist minimal schwieriger geworden, aber nicht mit Fußball zu vergleichen.“ Der Deutsche Eishockeybund schreibe vor, dass pro 100 Besucher ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vor Ort sein müsse, sagt Haselbacher. In der Regel seien bei Heimspielen des Oberligisten weniger als 2000 Zuschauer dabei. Am Einlass ist das Personal Haselbachers Angaben zufolge circa 1,5 Stunden vorher da. „Wir versuchen die Kosten so schlank wie möglich zu halten“, sagt der Geschäftsführer. Pro Spiel betrage die Rechnung 700 bis 800 Euro. Beim Derby mit den Hannover Indians sei mehr Security im Stadion – auch mehr Zuschauer feuern dann die Mannschaften an.

Ehrenamtliche unterstützen Sicherheitsdienst

Zudem sind an den Spieltagen circa zehn Ehrenamtliche im Einsatz, die den Sicherheitsdienst unterstützen. „Das ist bei jedem Spiel so“, sagt Haselbacher. Ein Fanbeauftragter des Vereins pflege den Kontakt zu den Fans der gegnerischen Mannschaften und zur Polizei. Es seien „kontinuierliche Gespräche“.

Polizeichef Sachweh bestätigt den Kontakt. Auch bei der sogenannten Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Burgdorf gebe es zwei Ansprechpartner für Eishockey. Diese holen Sachwehs Angaben zufolge die Informationen über die Gästefans ein und geben vor jedem Spiel eine Einschätzung zur Sicherheitslage ab. Dafür greifen sie unter anderem auf ein bundesweites Informationssystem zu. Bei Spielen ohne großes Risiko versuche der Einsatz- und Streifendienst des Kommissariats einmal vorbeizuschauen. Eishockey sei „ein Familienfest“, sagt der Polizist. „Wir wollen diese Spiele nicht dominieren.“

Doch in den Achtelfinal-Play-Offs im Frühjahr mussten mehr Kräfte vor Ort sein. Am 15. März spielten die Scorpions gegen die Blue Devils Weiden um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. „Wir haben zum ersten Mal den Vorplatz für einen Mannschaftsbus gesperrt“, berichtet Sachweh. „Gewaltbereite Hooligans aus dem Fußball“ waren zum Spiel angereist. Er spricht von 140 Problemfans und einer „Truppe, die die Spiele ungemütlich macht“. Sie alle waren im und am Stadion. Der Kommissariatsleiter gibt zu: „Das hatten wir im Vorfeld nicht erwartet.“ Die Einsatzleitung der Polizei forderte deshalb Kräfte nach. Ab dem zweiten Drittel waren dann 68 Beamte vor Ort. Zehn szenekundige Beamte hätten die heimischen Polizisten unterstützt.

„Ja, das war kritisch“, erklärt im Nachgang auch Haselbacher. Es sei ganz selten, dass so viele Polizisten das Spiel sichern müssten – „bei allen anderen ist das nicht notwendig“. Bei den folgenden Partien gegen die Mannschaft aus Bayern habe man im Vorfeld reagiert, berichtet Sachweh.

Besprechung vor der neuen Saison

Und auch für die kommende Saison will die Polizei gut vorbereitet sein. Sachweh kündigt an, dass es eine Vorbesprechung mit den Verantwortlichen geben wird. Darin solle geschaut werden, was sich im Vergleich zum Vorjahr geändert habe. Sicherheit genießt in Mellendorf eben die oberste Priorität.

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Von Julia Gödde-Polley

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