Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten AfD fragt nach Gewalt in Rathaus und Schule
Region Wedemark Nachrichten AfD fragt nach Gewalt in Rathaus und Schule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 21.09.2018
Der Campus W in Mellendorf mit mehreren Schulformen wird nachts von Sicherheitskräften kontrolliert, um Vandalismus zu verhindern. Quelle: Kallenbach
Wedemark

Von 2013 bis 2018 hat es in der Gemeinde Wedemark keinen Fall von Gewalt gegen Mitarbeiter der Kommune gegeben. Eine erfreuliche Information, die Bürgermeister Helge Zychlinski jetzt dem Gemeinderat gab. Genaue Auskünfte etwa zu Sicherheitskonzepten verweigerte er indes in der Öffentlichkeit. Zychlinski zufolge hat die Gemeinde in dem genannten Zeitraum gleichwohl selbst Strafanzeige gegen eine sogenannte Reichsbürgerin gestellt und eine andere Person wegen Bedrohung angezeigt; dieser Fall liege derzeit beim Amtsgericht.

Wie es um die Sicherheit der Beamten und Angestellten der Gemeinde und die der Lehrer und Schüler an Wedemärker Schulen bestellt sei, wollte nun die AfD im Rat erhellt sehen; ihre detaillierte schriftliche Anfrage dazu trug die Fraktionsvorsitzende Antje Lange noch einmal mündlich vor. „Zahlreichen Presse- und Augenzeugenberichten ist zu entnehmen, dass die Gewaltbereitschaft gegenüber Verwaltungsmitarbeitern, besonders in sozialen Dienststellen erheblich zugenommen hat. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den Schulen ab. Übergriffe auf Lehrkräfte und der Schüler untereinander erfahren einen Anstieg“, will Lange erfahren haben. Die AfD wolle mit dieser Anfrage „für die Bürger der Wedemark ein transparentes Bild zeichnen“, wie sich die in Medien beschriebene Entwicklung des Gewaltpotentials vor Ort darstelle.

Sicherheitskonzept wird nicht öffentlich vorgestellt

Um die Sicherheit der Mitarbeiter im Rathaus in Mellendorf zu gewährleisten, habe es nach 2014 eine Begehung des Verwaltungsstandorts gemeinsam mit der Polizei gegeben, „um vorbeugende Maßnahmen abzuklären“, berichtete der Verwaltungschef. Daraus habe man ein Sicherheitskonzept entwickelt, das er jedoch öffentlich nicht darstellen werde. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde außerdem intern auch in persönlichen Gesprächen Mitarbeitern Hilfestellungen anbiete, zum Beispiel bei häuslicher Gewalt.

Von dem erarbeiteten Sicherheitskonzept sind nach Auskunft der Verwaltungsspitze wesentlich zwei Bereiche abgedeckt: das Bürgerbüro im Rathaus einerseits, andererseits geht ein Sicherheitsdienst zu unterschiedlichen Zeiten nachts den Campus W zum Schutz vor Vandalismus ab. Insgesamt hat die Kommune 2014 für die Sicherheitsbemühungen 4400 Euro ausgegeben, in den Folgejahren 3300 Euro, 2700 Euro, 3000 Euro und 4100 Euro im laufenden Jahr 2018 wegen einer „gesteigerten Bestreifung“ des Schulcampus.

Gewalt an den Schulen ist Gemeinde nicht bekannt

Zu möglicher Gewalt an Schulen in der Wedemark stellte der Bürgermeister klar, dass die Gemeinde Schulträger ist, nicht aber zuständig für den laufenden Schulbetrieb. „Daher können wir keine Zahlen liefern, dies ist Sache des pädagogischen Personals.“ Der Verwaltung sei auch nur ein Fall einer Auseinandersetzung zwischen zwei Schülern mit Messern bekannt geworden; dabei sei aber nichts Gravierendes geschehen.

Ins Leere liefen insoweit Fragen der AfD nach Fallzahlen von Gewalt in den Schulen vor Ort, Anzeigenhäufigkeit und Gegenmaßnahmen. Die AfD-Fraktionsvorsitzende verwies in ihren Fragen schließlich darauf, dass die Schüler zu Beginn an der Schule belehrt würden: Es sei verboten, dass sie Waffen oder ähnliche Gegenstände in die Schule mitbringen. Wie sichergestellt werde, dass diese – von den Schülern zu unterschreibende – Belehrung eingehalten wird, wollte Lange noch wissen. Und: Welche Konsequenzen erfolgen, wenn Schüler dagegen verstoßen? Wieder betonte der Bürgermeister, dass alle pädagogischen und disziplinarischen Maßnahmen und deren Durchführung bei den Schulen selbst lägen. Zychlinski ließ keinen Zweifel an seinem Vertrauen an der Stelle: „Ich bin überzeugt, dass die Schulen das verantwortungsvoll machen. Wenn wir ein Riesen-Gewaltproblem hätten an Schulen, würde das bekannt“.

Von Ursula Kallenbach

Der Verein SeminarAktionsZentrum aus Scherenbostel veranstaltet ein Benefizkonzert. Am 28. Oktober kommt das Polizeiorchester Niedersachsen vorbei. Das Geld kommt einem sozialen Projekt zugute.

21.09.2018

Das Bemühen der Gemeinde Wedemark, neue Kindergartenplätze zu schaffen, geht weiter: Kurzfristig kommt nach den Herbstferien eine neue Kitagruppe in Mellendorf hinzu.

20.09.2018

Die CDU Wedemark lädt zum Herbstempfang ein. Dabei können die Christdemokraten am 24. September mit Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers wieder einen prominenten Gast begrüßen.

20.09.2018