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Nachrichten Mäharbeiten verursachen Flächenbrand in der Wedemark
Region Wedemark Nachrichten Mäharbeiten verursachen Flächenbrand in der Wedemark
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20:07 02.07.2018
Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Flächenbrand in der Wedemark. Quelle: Clemens Heidrich
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Wedemark

Mehrere Meter hohe Rauchschwaden waren zeitweise über weiten Teilen der Wedemark zu sehen. Zwischen Brelingen und Wiechendorf ist eine große Ackerfläche sowie ein Waldstück in Brand geraten. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von mindestens zehn Hektar ausgebreitet. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.

Wie Feuerwehr-Pressesprecher Michael Hahn mitteilte, unterstützten auch mehrere Landwirte mit ihren Traktoren die Einsatzkräfte, indem sie den Acker umpflügten.

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Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei war ein 51-Jähriger gegen 12 Uhr mit einem Mähdrescher dabei, ein Feld westlich der Kreisstraße 103 (zwischen Brelingen und Wiechendorf) abzuernten. Dabei geriet das Kornfeld in Flammen. Der Landwirt brachte die Erntemaschine in Sicherheit und alarmierte die Rettungskräfte.

Aufgrund des starken Windes griff das Feuer auf einen angrenzenden Wald über. Dank des schnellen Eingreifens der Brandbekämpfer konnte ein noch stärkeres Ausbreiten verhindert werden. Bei den Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann und zog sich leichte Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte ihn in eine Klinik. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei am Montag noch nicht machen.

„Die Feldmark, die Straßenränder – es ist alles komplett trocken“, verdeutlichte gestern auf Nachfrage der Bezirkslandwirt für die Wedemark, Volker Lindwedel, die derzeit vorherrschenden hohen Risiken. „Selbst ein Stück Glas auf dem Boden kann zum Brennglas werden.“ In der Landwirtschaft werde gegenwärtig komplett trockenes Getreide gemäht. „Alle Getreidefrüchte sind teils vorzeitig kurz vor der Reife –Wintergerste, Roggen, Trittikale und Winterraps. Ein Feuer zieht da schnell weiter, und dann kommt der Wind dazu“, verdeutlichte Lindwedel. Das Risiko gelte ebenso für Wald.

Die Rauchschwaden sorgten zudem für Sichtbehinderungen auf der A352 sowie den umliegenden Straßen. Autofahrer mussten daher mit besonderer Vorsicht fahren. Selbst in Hannover waren die Rauchschwaden zu sehen.

Die Hitze macht den Feuerwehren derzeit in ganz Niedersachsen zu schaffen. Am Wochenende mussten die Einsatzkräfte vielerorts anrücken. Nur mit Mühe konnten Übergriffe auf Wohnhäuser verhindert werden. Allein im Großraum Braunschweig musste die Feuerwehr am Sonnabend zu acht Bränden auf Wiesen und Feldern ausrücken.

Von RND/ms/Kallenbach