Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Autobahn 7: Behörden stellen Ampeln auf
Region Wedemark Nachrichten Autobahn 7: Behörden stellen Ampeln auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 24.08.2018
Mit Ampeln, Tempolimits und Verkehrsüberwachung wollen die Behörden für mehr Sicherheit in der Wedemark sorgen. Bürgermeister Helge Zychlinski und Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier nutzen in Elze die Fußgängerampel. Quelle: Sven Warnecke
Wedemark

Die Beschwerden der Anwohner und der Gemeindeverwaltung über die Folgen des Umleitungsverkehrs von der Autobahn 7 quer durch die Wedemark sind offenbar gehört worden. Nach einigem Hin und Her hat das Land Niedersachsen am Dienstag schließlich die geforderte Ampel im Kreuzungsbereich der L 310 und der K 107 in Gailhof aufgestellt. Einen Tag zuvor hatte bereits die Region Hannover in Elze mit einer Ampel den neuralgischen Punkt an der „Goltermann“-Kreuzung entschärft.

„Speziell der Region Hannover sind wir sehr dankbar“, betonte am Dienstag Bürgermeister Helge Zychlinski bei einem Ortstermin in Elze. Denn diese habe nach der Absage des Landes innerhalb kürzester Zeit reagiert und die nicht ganz billige Technik an die Kreuzung gestellt. Nach Angaben des Verwaltungschefs hatte das Land das Nein damit begründet, dass die Kreisstraße 107 keine ausgewiesene Umleitungsstrecke für die Autobahn-Baustelle zwischen Schwarmstedt und Mellendorf sei. Umso größer sei nun seine Freude über das Engagement der Region, sagt der Verwaltungschef.

Ampeln sollen für mehr Sicherheit sorgen

„Für Schulkinder ist das eine Entlastung“, betont der Bürgermeister. Denn angesichts des teilweise heftigen Verkehrs speziell bei Stau auf der Autobahn hätten es speziell die Kleinen schwer, sicher über die Straßen in Elze zu gelangen. Und wenn Zychlinski einen Wunsch frei hätte, würde er sich an der unübersichtlichen Stelle nach Fertigstellung der Autobahn eine dauerhafte Ampel wünschen. Für Anwohner Uwe Brötz steht die Fußgängerampel indes auf der falschen Seite. Denn um diese zu erreichen, müssten die Kinder nun erst die Wasserwerkstraße queren, moniert er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Gemeinde kann Pflichten nicht nachkommen

Die Wedemärker müssen seit Beginn der Sanierung des elf Kilometer langen Autobahnabschnitts Anfang April mit erheblichen Belastungen leben. Nicht nur das: Auch die Kommune wird durch die ausgewiesene Umleitungen behindert. „Die Verkehrssituation in unserer Gemeinde macht es uns mittlerweile kaum noch möglich, vertragliche und gesetzliche Verpflichtungen einzuhalten“, ärgert sich Zychlinski noch immer über die kurzfristig angesetzte Autobahn-Sanierung. „So müssten wir eigentlich auf der L 190 in Elze eine Abbiegespur bauen. Dies können wir bei der derzeitigen Verkehrsdichte auf absehbare Zeit nicht durchführen, um einen kompletten Verkehrskollaps zu vermeiden“, sagt der Verwaltungschef. „Gleiches gilt für den Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde oder dringend nötige Sanierungsmaßnahmen auf unseren Straßen.“ Das Problem: Die Planungen der Landesbehörde sehen vor, im nächsten Jahr auf der Autobahn die andere Fahrbahn von Grund auf zu erneuern.

Angesichts der bisher ertragenen Belastungen für die Wedemärker – auch in Berkhof, Hellendorf und Mellendorf liegen die Nerven der Bürger, die an der ausgewiesenen Umleitungsstrecke 45 leben, blank –, hat der Bürgermeister nun an den Niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann geschrieben und ein Moratorium im Sinne eines einjährigen Baustopps gefordert. „Um den Bürgern eine Ruhe- und Atempause zu verschaffen“, betont er. So hätte das Land auch die Chance, den „zweiten Bauabschnitt ordentlich zu planen“, meint Zychlinski. Auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wurde angeschrieben. Darin bittet er, der Gesundheit der Bürger der Wedemark bei „der notwendigen Straßenbaumaßnahme einen größeren Stellenwert einzuräumen“.

Kommune kauft Blitzeranhänger

Gleichwohl stellt der Bürgermeister auch klar, dass die Gemeinde nur wenig Einfluss nehmen könne. Dafür sei allein die Landesbehörde zuständig. „Leider hat bisher keine von der Behörde ergriffene Maßnahme zu einer deutlichen Linderung der Problematik beitragen können“, bedauert Zychlinski und meint etwa das erlassene Tempolimit von 30 Stundenkilometern zwischen 20 und 6 Uhr. Zumal auch die Anwohner monieren, dass sich wegen fehlender Überwachung kaum ein Verkehrsteilnehmer an die Höchstgeschwindigkeit hält.

Doch das soll nun anders werden. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde hat am Montagabend beschlossen, einen eigenen Blitzeranhänger anzuschaffen. Dafür wird die Wedemark etwa 140.000 Euro investieren, kündigt die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier an. Sie ist trotz notwendiger Ausschreibung optimistisch, dass die Überwachungstechnik noch in diesem Jahr ausgeliefert wird. Denn dann könne Tag und Nacht das Tempo kontrolliert und Raser speziell auf den Umleitungen zur Kasse gebeten werden. „Wir schaffen den Blitzer nicht an, weil wir so gerne blitzen, sondern um die Sicherheit zu erhöhen“, betont der Bürgermeister.

Von Sven Warnecke

Dudenbostel, Rodenbostel und Ibsingen feiern. Drei Dörfer laden in der Wedemark zum Schützenfest ein. Los geht es am Sonnabend, 25. August, um 15 Uhr.

21.08.2018

Das Team der Mittelstandsvereinigung (MIT) hat sich zum Gedankenaustausch in der Wedemark getroffen. In Kürze wird im Gasthaus Goltermann ein neuer Vorstand gewählt.

20.08.2018

Der Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ will mit Leben gefüllt sein: Dazu hat Projektleiterin Ellen Bruns ein Sportfest mit großer Vielfalt gestaltet. Und das hat in Brelingen Anklang gefunden.

23.08.2018