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Region Verblüffung über Sperrung der neuen Spuren
Region Verblüffung über Sperrung der neuen Spuren
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00:21 22.01.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Noch sind keine Schilder an den Tafeln über der A2 angebracht.
Foto: Noch sind keine Schilder an den Tafeln über der A2 angebracht. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im vergangenen Jahr den Stand- und den Hauptfahrstreifen auf der Strecke erneuern lassen. Die Arbeiten waren im September zu Ende gegangen. Die zusätzliche vierte Spur, die bei hohem Verkehrsaufkommen zur Entlastung der Strecke und zur Vermeidung von Unfällen genutzt werden soll, kann aber erst in diesem Herbst offiziell für den Verkehr frei gegeben werden. Nach Auskunft der Straßenbaubehörde fehlt noch die zusätzliche Beschilderung entlang der Strecke.

„Wir haben dafür kein Verständnis“, sagt Gerhard Lippert vom Steuerzahlerbund. Die Landesbehörde hätte dafür sorgen müssen, dass die neuen Fahrspuren unmittelbar ab der Fertigstellung auch befahren werden können. Auch beim ADAC erntet das Vorgehen der Straßenbauer nur Kopfschütteln. „Es ist aus unserer Sicht untragbar, das diese Situation bis zum Herbst bestehen bleiben soll“, sagt Christine Rettig vom Automobilclub. Die Zusatzfahrbahn ist derzeit mit einer durchgezogenen gelben Linie von den übrigen drei Fahrspuren getrennt. „Das irritiert die Verkehrsteilnehmer und führt zu einer großen Verunsicherung“, sagt Rettig. Die meisten Autofahrer würden eine derartige Markierung von Baustellen auf der Autobahn kennen. „Wenn sie jetzt feststellen, dass dort monatelang keine Baustelle ist, regt das den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer vielleicht an, die Linie zu überfahren“, sagt die ADAC-Sprecherin. Auf diese Weise könnte es durch die zusätzliche Spur zu gefährlichen Situationen kommen.

Bislang hat die Polizei noch nicht festgestellt, dass es wegen der Zusatzspur zu Unfällen auf der Strecke gekommen ist. „Es kommt aber vereinzelt vor, dass Autofahrer die gelbe Markierung missachten“, sagt Behördensprecherin Tanja Rißland. Die Autobahnpolizei ahndet diese Verstöße im Rahmen ihrer Streifenfahrten. Wer derzeit auf dem noch nicht frei gegebenen Standstreifen unterwegs ist und erwischt wird, muss 75 Euro Strafe plus 25 Euro Verwaltungsgebühr bezahlen und bekommt zusätzlich einen Punkt in Flensburg.

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