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Region Uetze Nachrichten Darum verzögert sich der Umbau des Küsterhauses in eine Kita
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16:45 15.05.2019
Das Küsterhaus, das unter Denkmalschutz steht, soll in eine Kindertagesstätte umgebaut werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Wann der Umbau des Küsterhauses in eine evangelische Kindertagesstätte beginnt, ist weiterhin offen. Die Finanzierung ist wegen der gestiegenen Baukosten noch nicht geklärt. Der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetze/Katensen will trotz der höheren Kosten das Projekt weiter verfolgen.

Nach Auskunft der Diakonin Karin Lawrenz steht vor allem aus zwei Gründen ein Fragezeichen hinter der Finanzierung. Die Auflagen der Denkmalschutzbehörden hätten das Projekt nicht nur verzögert, sondern auch verteuert. Weil das Küsterhaus nach dem großen Uetzer Brand von 1863 nach Plänen des berühmte Architekten Conrad Wilhelm Hase, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Neugotik des 19. Jahrhunderts gilt, bebaut worden ist, haben die staatliche und die kirchliche Denkmalschutzbehörde ein besonderes Augenmerk auf dem Gebäude. Lange Diskussionen hat es zum Beispiel über das Scheunentor gegeben. Dort soll jetzt eine Tür mit Oberlichtern eingebaut werden, die dem jetzigen Holztor ähnelt.

In der Diele soll die Holzverschalung an der Wand entfernt werden, um das Fachwerk frei zu legen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Außerdem hat sich der Umbau laut Lawrenz seit dem Beginn der Planung wegen des derzeitigen Baubooms verteuert. „Die Baukosten explodieren“, klagt die Diakonin. Weil die Auftragsbücher der Betriebe voll seien, sei es außerdem schwierig, überhaupt Handwerker zu bekommen.

Karin Lawrenz steht im Küsterhaus vor der Treppe, die aus dem 19. Jahrhundert stammt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Um das Bauprojekt stemmen zu können, hätten die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis Burgdorf Förderanträge bei der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Aktion Mensch gestellt, berichtet Lawrenz. Außerdem stünden Verhandlungen mit der politischen Gemeinde an, ob diese bereit ist, höhere Mietkosten zu tragen. Geplant ist, dass die Kirche das denkmalgeschützte Gebäude umbaut, die Gemeinde es anschließend mietet und der Kirchenkreis Burgdorf darin die Kindertagesstätte betreibt.

„Der Kirchenvorstand hält an dem Vorhaben fest, wenn es finanzierbar ist“, betont Lawrenz. Dem Gremium sei wichtig, eine evangelische Kita einzurichten, weil es bisher eine solche Einrichtung noch nicht in der Gemeinde Uetze gibt. Außerdem wolle der Kirchenvorstand das Ensemble, das aus dem Küsterhaus, der Johannes-der-Täufer-Kirche und dem Pfarrhaus besteht, in eigener Hand behalten. Denn: „Wenn es mit der Finanzierung nicht klappt, muss die Kirchengemeinde das Küsterhaus verkaufen“, sagt Lawrenz

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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