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Nachrichten Recyclinganlage: Lastwagenverkehr zum Kaliberg ärgert die Anwohner
Region Uetze Nachrichten Recyclinganlage: Lastwagenverkehr zum Kaliberg ärgert die Anwohner
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16:29 10.09.2019
Durch Hänigsen rollen die Materialtransporte zur Baustelle in Wathlingen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

In Wathlingen hat der Bau der Recyclinganlage begonnen, die der Konzern K+S für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit Bauschutt und Bodenaushub benötigt. Das hat Folgen für Uetze-Hänigsen: Seit Montagmorgen rollen die Baumaterialtransporte durch den Ort nach Wathlingen – sehr zum Ärger von Hänigser Einwohnern und Ortsbürgermeister Norbert Vanin.

In Wathlingen hat der Bau des Recyclingplatzes begonnen, der für die Abdeckung des Kalibergs benötigt wird. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Lastwagen, die auf der Landesstraße 311 aus Richtung Dachtmissen/Sorgensen kommen, fahren in Hänigsen über den Straßenzug Burgdorfer Berg/Henighuser Straße/Steindamm/ Wathlinger Straße zur Baustelle in Wathlingen. Anwohner der Ortsdurchfahrt hätten am Montag von 9 bis 10 Uhr 30 Lastwagen gezählt, sagt Vanin. Am Dienstag habe ein Bewohner des Hänigser Ortsteils Riedel innerhalb einer Stunde sogar 46 Lastzüge registriert.

Lastzüge verursachen Lärm und Staub

„Es ist permanent Lärm. Zum Teil fahren sie auch zu schnell“ , sagt Gerhard Grebien, Anwohner der Wathlinger Straße. Hinzu komme die Staubbelastung, fügt sein Nachbar Darius Schwabe hinzu. Die Sattelzüge seien eine Gefahrenquelle für Jung und Alt. Der erhöhte Lastwagenverkehr mindere die Lebensqualität, sagt Schwabe. Die von den Lastzügen erzeugten Erschütterungen spüre man in den Häusern, berichtet Vanin.

In Wathlingen stehen die Lastwagen in Nähe der Baustelle Schlange. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Er erinnert daran, dass K+S den größten Teil des Verkehrs für die Anlieferung von Bauschutt und Boden zum Kaliberg über die B 188 und den Schwüblingser Kreisel leiten wollte, damit die Lastzüge nicht durch die ganze Hänigser Ortsdurchfahrt rollen. Jetzt führen die Sattelschlepper aber ausschließlich auf der L 311 durch den Ort. „K+S muss umgehend auf die Spediteure einwirken, damit die Kraftfahrzeuge auch andere Strecken befahren“, fordert Vanin.

Vanin fordert Verkehrszählung

Vanin hat wegen der Lastwagenfahrten durch Hänigsen Kontakt mit der Gemeindeverwaltung aufgenommen, damit diese bei K+S vorstellig wird. Außerdem soll die Verwaltung den Verkehr zählen und Geschwindigkeitsmessungen machen. „Damit der Ortsrat Fakten an die Hand bekommt“, sagt der Ortsbürgermeister. Er hat sich auch direkt bei K+S beschwert.

Der Konzern hat am Dienstagmittag reagiert. „Um die Verkehrsfrequenz in den Ortsdurchfahrten zu reduzieren, hat K+S die beauftragten Fuhrunternehmen kurzfristig angewiesen, einen Teil des Verkehrs über Umleitungsstrecken abzuwickeln“, teilt Pressesprecher Ulrich Göbel mit. Ziel sei es, die Hälfte der Transporte statt durch Hänigsen über Eicklingen beziehungsweise Nienhagen zu führen. Dabei nehme man Umwege in Kauf. Nach Göbels Angaben werden die umfangreichen Transporte von Baumaterialien, die für die Befestigung des Recyclingplatzes benötigt werden, voraussichtlich bis Ende Oktober dauern.

Obwohl das Planfeststellungsverfahren für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs noch läuft, hatte K+S beantragt, schon jetzt mit dem Bau der Recyclinganlage beginnen zu dürfen. Der Betriebsplatz dient dazu, das Material, das für die Abdeckung der Rückstandshalde benötigt wird, zu kontrollieren, aufzuarbeiten, zu sortieren und zwischenzulagern.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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