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Region Uetze Nachrichten SPD fordert Nachrüstung mit Abbiegeassistenten
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12:43 15.05.2019
Volker Böhnke, der im Rathaus für die Feuerwehren zuständig ist, zeigt Gästen aus der ungarischen Partnergemeinde Balatongyörök das neue LF 10 der Dollberger Ortsfeuerwehr. Es ist eines der beiden Feuerwehrautos, die sich für eine Nachrüstung mit einem Abbiegeassistenten eignen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Immer wieder werden Radfahrer von nach rechts abbiegenden Lastwagen überrollt. Die SPD-Ratsfraktion aus Uetze will verhindern, dass Lastwagen und Feuerwehrautos der Gemeinde in solche Unfälle verwickelt werden, die für die Radler fast immer tödlich ausgehen. Sie fordert, die kommunalen Großfahrzeuge mit Abbiegeassistenten nachzurüsten.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thordies Hanisch weist auf ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums für die Nachrüstung hin: „Diese Chance sollte genutzt werden, um zumindest die im Gemeindeeigentum befindlichen Lastkraftwagen verkehrssicherer zu machen und mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Die Gemeindeverwaltung begrüßt grundsätzlich eine Nachrüstung bei Feuerwehrautos. Allerdings sollten nur Autos, die schwerer als 7,5 Tonnen und nicht älter als zehn Jahre sind, mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet werden. Lediglich das Katastrophenschutzfahrzeug LF 20 der Ortsfeuerwehr Hänigsen und das erst im April ausgelieferte Löschgruppenfahrzeug LF 10 der Dollberger Feuerwehr erfüllen die beiden Kriterien. Nach Angaben des Feuerwehrsachbearbeiters Volker Böhnke bietet das Unternehmen MAN für diese Autos vereinfachte Abbiegeassistenzsysteme an. Die Installation würde jeweils etwa 1600 Euro kosten. Im Doppelhaushalt 2019/2020 steht dafür bislang kein Geld zur Verfügung.

Alle übrigen Feuerwehrautos mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sind laut Böhnke 18 Jahre und älter und müssen ohnehin mittelfristig ausgetauscht werden. Bei der Ausschreibung von Ersatzbeschaffungen soll ein Abbiegeassistenzsystem deshalb gleich mit ins Leistungsverzeichnis aufgenommen werden.

Der Bauhof soll noch in diesem Jahr einen Ersatz für seine Lastwagen mit Ladekran erhalten. Die Verwaltung will einen neuen Lastwagen mit Abbiegeassistenten anschaffen. Die Mehrkosten betragen rund 2500 Euro.

Von einer Nachrüstung des Unimogs, den der Bauhof geleast hat, rät die Verwaltung ab. Der Leasingvertrag läuft im September 2020 aus. Außerdem bietet der Hersteller laut Böhnke für diesen Fahrzeugtyp kein zugelassenes Abbiegeassistenzsystem an. Der neue Unimog soll einen Abbiegeassistenten bekommen.

In einer Ratsdrucksache geht Böhnke darauf ein, dass das Verkehrsministerium bis 2024 die Nachrüstung von Lastwagen und Bussen mit jährlich fünf Millionen Euro fördert. Das Fördersumme für 2019 sei aber wegen der großen Nachfrage bereits ausgeschöpft, berichtet er.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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