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Region Uetze Nachrichten Ratsmehrheit will Baugebiet im Südwesten
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16:31 30.11.2018
Im Flächennutzungsplan ist am südwestlichen Ortsrand Uetzes Bauerwartungsland ausgewiesen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die SPD wird wohl in der Ratssitzung am 13. Dezember mit ihrem Antrag scheitern, möglichst schnell ein Baugebiet auf der Ostseite des Eigensheidewegs im Südosten der Ortschaft Uetze zu entwickeln. Die Ratsmehrheit von CDU/Grünen/Balu und Freien favorisiert ein neues Baugebiet im Anschluss an die Bebauung im Südwesten oder Westen.

Im Etatentwurf 2019/2020 hat die Verwaltung beim Haushaltsansatz „Grunderwerb Eigensheide“ rund eine Million Euro eingeplant. Der Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung hat am Donnerstagabend mit den Stimmen der Ratsmehrheit empfohlen, bei dem Posten den Zusatz „Eigensheide“ zu streichen. Die Verwaltung soll ausloten, ob Grundbesitzer bereit sind, Land am Ortsrand zwischen Katenser Weg und Burgdorfer Straße zu verkaufen.

„Da gibt es niemanden, der verkaufen will“, erwiderte Andreas Kohlmeier (SPD). Für den Grunderwerb in der Eigensheide habe die Verwaltung bereits Vorarbeit geleistet und mit dem Eigentümer Einigkeit erzielt. Daher habe sie im Etatentwurf einen Betrag für die Eigensheide berücksichtigt.

Laut Kohlmeier hat sich die Ratsmehrheit in jüngster Zeit dreimal für ein Baugebiet in der Eigensheide ausgesprochen – so auch im Verwaltungsausschuss der Gemeinde, als es um die Priorisierung möglicher Bauflächen ging. „Jetzt wird alles auf Null gedreht. Das ist wirklich Kaspertheater“, ereiferte sich Kohlmeier. So verlören Rat und Verwaltung an Glaubwürdigkeit. Die Ratsmehrheit verzögere unnötig die Baulandentwicklung.

Grünen-Fraktionschef Georg Beu hielt ihm entgegen, dass im Flächennutzungsplan (F-Plan) Bauerwartungsland zwischen dem Katenser Weg und der Burgdorfer Straße ausgewiesen und eine Verlängerung der Frohburger Straße vom Kreisel bis zur Burgdorfer Straße vorgesehen ist. Für ein Baugebiet in der Eigensheide müsse der Rat erst den F-Plan ändern und dann einen Bebauungsplan aufstellen. „Der F-Plan setzt den Rahmen für die Baulandentwicklung einer Kommune und nicht die Priorisierung von Bauflächen“, sagte Beu.

An diesem Kreisel endet die Frohburger Straße (vorn rechts). Im Flächennutzungsplan ist eine Verlängerung bis zur Burgdorfer Straße vorgesehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Außerdem sei die Eigensheide ökologisch wertvoll. Gegen ein Baugebiet dort spreche auch die schlechte verkehrliche Anbindung. Ferner sei das Areal zu groß. Wenn dort 70 Wohneinheiten entstünden, müsse die Gemeinde kräftig in Kitas und Schulen investieren. Beu: „Das ist unverantwortlich.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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