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Region Uetze Nachrichten Nach den Festtagen geht es zur Blutspende
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16:42 28.12.2018
Meike Gatzke (rechts) spendet bereits zum vierten Mal Blut. Sie wird von der Helferin Inge Störmer betreut. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Mit jeweils rund 90 Spendern rechnet der DRK-Blutspendedienst an den beiden Blutspendeaktionen zwischen Weihnachten und Neujahr im Uetzer Schulzentrum. „Bisher haben wir fast immer diese Zahl übertroffen“, sagt Elke Blanke, stellvertretende DRK-Ortsvereinsvorsitzende. Am Donnerstag war das sogar deutlich der Fall gewesen. An dem Tag haben sich genau 100 Erwachsene Blut abzapfen lassen. Darunter waren fünf Erstspender. „Viele Erstspender werden Mehrfachspender“, weiß Blanke, die seit 2005 die Spendentermine in Uetze organisiert.

Für die große Resonanz führt Blanke mehrere Gründe an. Der Blutspendedienst lade alle Blutspender, die mit einer Uetzer Adresse gespeichert seien, mit einer Postkarte persönlich ein. Bei der Anmeldung empfingen die Helferinnen Elvira Krüger und Ilona Weykopf die Spender stets freundlich. „Sie sind alte Uetzerinnen und kennen daher viele“, erläutert Blanke. „Viele Spender loben das Büfett, weil alles selbst gemacht ist“, nennt sie einen weiteren Grund.

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Der Spender Volker Rüsche liebt vor allem den Eiersalat, der dort angeboten wird. Rüsche hat am Donnerstag zum 74. Mal Blut gespendet, „um der Allgemeinheit etwas Gutes zu tun“, wie er sagte. „Es kann einen selber treffen, dass man Blut benötigt, und dann ist man dankbar, dass einem geholfen werden kann“, sagte Rüsche. Mehrfachspenderin ist auch Meike Gatzke: „Ich bin selbst Ärztin und weiß wie wichtig es ist, Blut zu spenden.“ „Mein Schwiegervater hat sehr viele Blutkonserven bekommen, kurz bevor er verstarb. Das hat mir gezeigt, wie wichtig die Blutspenden sind“, berichtete Ralf Frickmann, Vorsitzender des Fördervereins der Katenser Ortsfeuerwehr. Früher als Bundeswehrsoldat sei er noch kein Spender gewesen, obwohl er dafür damals einen Tag frei bekommen hätte. Für Robina Meyer ist es „Tradition, am 27. Dezember, zum Blutspenden zu gehen. Damit tut man zum Jahresabschluss noch etwas Gutes“, sagte sie. „Man kann mit einfachen Mitteln helfen“, meinte die Spenderin Andrea Pielok.

Die Spender müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Sie müssen zum Beispiel mindestens 50 Kilogramm wiegen, sich gesund fühlen und keine schweren Vorerkrankungen haben. Vor der Spende müssen alle einen Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte ausfüllen. Unter anderem wird danach gefragt, ob man in der vorigen Woche Schnupfen und in den vergangenen vier Wochen Durchfall hatte und in den vorigen vier Monaten im Krankenhaus war. Darüber, ob man spenden darf, entscheidet ein Arzt.

Blanke weist darauf hin, dass der Hämoglobinwert und der Blutdruck gemessen werden. Außerdem wird das Blut im Labor auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis untersucht wird. „Wenn etwas mit dem Blut nicht stimmt, wird man benachrichtigt“, betonte Blanke. Mit dem Befund könne man dann zu seinem Hausarzt gehen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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