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Uetze: Kirchengemeinden stocken den Corona-Hilfsfonds auf

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17:30 08.06.2021
Für den Einkauf von Lebensmitteln erhalten in Not geratene Familien einen Zuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds.
Für den Einkauf von Lebensmitteln erhalten in Not geratene Familien einen Zuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds. Quelle: Benjamin Nolte
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Uetze

Der Corona-Hilfsfonds soll zumindest über die Sommermonate bestehen bleiben. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Uetze-Katensen, Hänigsen-Obershagen und Dollbergen-Schwüblingsen wollen jetzt noch einmal 2500 Euro in den Fonds einzahlen. So wollen sie gewährleisten, dass weiter Menschen unterstützt werden können, die wegen der Covid-19-Pandemie in Not geraten sind. Zudem rufen die Kirchengemeinden wie schon im April 2020 erneut zu Spenden auf.

Laut der Diakonin Karin Lawrenz sind bisher innerhalb eines Jahres mehr als 22.000 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. „Die Solidarität ist überwältigend“, sagt Lawrenz. Der genannte Betrag ist nach den Worten des Hänigser Pastors Steffen Lahmann fast gänzlich an Hilfesuchende ausgezahlt worden.

Geld gibt es nur für das Notwendigste

Jede Person, die in einem in Not geratenen Haushalt lebt, hat alle zwei Wochen 25 Euro erhalten. Das Geld half Familien, Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel und Hygieneartikel zu bezahlen und Zuzahlungen für Medikamente zu leisten. Mehrausgaben sind oft dadurch entstanden, dass Kinder in der Schule oder im Kindergarten kein Mittagessen bekamen, weil sie zu Hause bleiben mussten.

Nachdem diese Zeitung im April darüber berichtet hatte, dass der Fonds fast leer ist, haben Einwohner der Gemeinde bereits wieder für den Fonds gespendet. Allerdings müsse noch der Verwaltungsausschuss der Gemeinde die Annahme der Spenden bestätigen, berichtet Ann-Kristin Rauhe, die das Projekt auf Seiten der Kommune betreut.

Spätfolgen bereiten Sorgen

„Für die Hilfsbereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger kann man gar nicht genug danken“, sagt Lahmann. Trotz sinkender Infektionszahlen und Lockerungen der Corona-Beschränkungen, bereiteten die Spätfolgen des vergangenen Jahres Sorgen, berichtet der Pastor. Rauhe verweist darauf, dass viele Arbeitnehmer immer noch in Kurzarbeit seien oder gar ihren Job verloren hätten. Das führe zu finanziellen wie emotionalen Belastungen und Problemen in den Familien und Einzelhaushalten.

Nach Lawrenz’ Einschätzung wird der Corona-Hilfsfonds auch im Sommer 2021 eine wichtige Unterstützung für Familien sein. Deshalb seien weiter Spenden notwendig. Niemand könne vorhersagen, wie die Situation im Herbst oder Winter ist, gibt sie zu bedenken. Auch Lahmann hält eine vierte Corona-Welle im Herbst für möglich. „Ich will es nicht beschwören“, sagt er.

Wer spenden will, kann unter dem Stichwort „Corona-Hilfen“ Geld auf das Konto (DE68 2505 0180 1010 4500 11 / SPKHDE2HXXX ) der Gemeinde Uetze überweisen. Wer seinen Namen und seine Anschrift angibt, erhält eine Spendenquittung. Falls nicht das gesamte Spendenaufkommen bis zum Ende der Hilfsaktion abgerufen wird, soll der Restbetrag an den Uetzer Sozialfonds für bedürftige Kinder und Jugendliche gehen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller