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Region Uetze Nachrichten Im Familienhaus suchen nur wenige Rat zum Thema Pflege
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11:59 10.10.2019
Angelika Nikolai gibt im Familienhaus Ratsuchenden Tipps zum Thema Pflege. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Das Angebot des Senioren- und Pflegestützpunkts Burgdorfer Land ist in der Gemeinde Uetze offenbar noch weitgehend unbekannt: Die Beratungsstelle der Region Hannover bietet an jedem ersten Montag im Monat von 14 bis 16 Uhr eine Sprechzeit im Uetzer Familienhaus an. Nach Auskunft der Pflegestützpunkt-Mitarbeiterin Angelika Nikolai finden an den Terminen im Schnitt nur zwei Beratungsgespräche statt. „Wir wünschen uns noch den einen oder anderen, der den Weg zu uns findet“, sagt sie.

Nach ihrer Ansicht ist der Beratungsbedarf weit höher. Das zeigten die Anrufe aus Uetze, die in Burgdorf beim Pflegestützpunkt eingingen. Uetzer, die noch selbst Auto fahren könnten, würden nach Burgdorf fahren, um sich dort beraten zu lassen. Dass nur wenige die Sprechstunden in Uetze nutzen, hänge eventuell damit zusammen, dass viele Uetzer das Familienhaus als Kindertagesstätte und Begegnungsstätte für Familien betrachteten.

Vor allem pflegende Angehörige lassen sich beraten

Nach Nikolais Schätzung sind etwa 70 Prozent der Ratsuchenden Angehörige von Pflegebedürftigen. So würden sich Kinder, die nicht im Ort wohnen, danach erkundigen, wie sie die Pflege für ihre Eltern organisieren könnten. Eine häufige Frage sei, wie und wo man Leistungen der Pflegeversicherung beantragen könne. „Die Entlastung pflegender Angehöriger ist immer ein Thema“, berichtet Nikolai von der allgemeinen Beratung des Pflegestützpunkts Burgdorfer Land, dessen Mitarbeiter für den Nordosten der Region zuständig sind. Nach solch einer Entlastung fragten oft Eheleute, die schon seit Längerem ihren Partner pflegen und inzwischen ihre Grenzen spüren. Häufig gibt Nikolai Angehörigen den Tipp, einen Pflegekurs zu belegen, um zu lernen, wie man seinen Rücken bei der oft auch körperlich anstrengenden Pflege schont.

Oft erleichtern schon kleine Hilfen den Alltag

„Viele denken, dass sie ins Heim müssen, wenn sie Pflege benötigen“, berichtet Nikolai. Ziel des Pflegestütztpunkts sei jedoch genau das Gegenteil. Es gehe darum, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben können. „Manchmal sind es kleine Dinge, die das Leben erleichtern“, sagt die Beraterin. Das fange mit Haushaltshilfen an. Manche, die nicht mehr gut sehen und lesen können, wünschten sich eine Begleitung beim Einkaufen. Wo es solche Begleiter oder Begleiterinnen gibt, das kann man beim Pflegestützpunkt erfahren.

„Wir machen auch eine Hilfsmittelberatung“, betont Nikolai. Ein Rollator könne die Mobilität von Gehbehinderten erhöhen. Zuschüsse könnten Pflegebedürftige für den Umbau der Dusche oder für eine Rampe vor der Haustür bekommen, nennt sie weitere Punkte, die das selbstständige Leben im Alter erleichtern.

Beraterin: Wir dürfen keine Heime empfehlen

Häufig geht es bei den Beratungsgesprächen darum, ob eine Heimunterbringung oder eine ambulante Pflege sinnvoll ist. „Pflegeheime dürfen wir nicht empfehlen“, stellt die Beraterin klar. Wenn sich langfristig eine Heimunterbringung abzeichnet, rät sie dazu, sich frühzeitig zu informieren und sich mehrere Einrichtungen anzusehen. Dann könne man entscheiden, welches Heim einem zusage.

Pflegeberater kommen auch ins Haus

„Wir bieten in Uetze auch Hausbesuche an“, sagt Nikolai. Dieses Angebot ist für Menschen, die nur unter Schwierigkeiten ihre Wohnung verlassen können. Pro Monat besuchen Mitarbeiter des Pflegestützpunkts ein oder zwei Pflegebedürftige aus der Gemeinde zu Hause.

Die nächste Sprechzeit ist am Montag, 4. November, von 14 bis 16 Uhr im Familienhaus, Bodestraße 11a. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer (0511) 70020116 ist ratsam.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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