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Region Uetze Nachrichten Hohe Preise gleichen Ernteeinbußen aus
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00:19 17.09.2018
Bei trockenem Wetter sind die Bedingungen für die Zwiebelernte ideal. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Das Zwiebelfest abgefeiert. Die Landwirte werden die Ernte der Sommerzwiebeln, die Anfang August begonnen hat, erst in 14 Tagen abschließen können. Vorausgesetzt, es bleibt trocken. Wegen der Dürre fällt die Ernte geringer aus als üblich. Die Landwirte und die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover rechnen infolge des europaweit knappen Angebots mit sehr hohen Preisen.

Für die RWG Osthannover bauen Landwirte in Uetze und Umgebung auf rund 350 Hektar Sommerzwiebeln an. „In diesem Jahr haben wir eine Ernte, die mengenmäßig unter dem fünfjährigen Durchschnitt liegt“, stellt RWG-Geschäftsführer Wolfgang Wrede fest. Eine Folge der Trockenheit sei, dass große Zwiebeln fehlten. „Die Erträge sind geringer als sonst, weil die Zwiebeln die Hitze nicht vertragen“, sagt Holger Hennies aus Schwüblingsen, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbands. Der Schwüblingser Landwirt Carsten Fricke erinnert daran, dass es in diesem trockenen Sommer viele heiße Tage mit wenig Luftfeuchtigkeit gab. „Das führt auch bei Zwiebeln zu einem Sonnenbrand“, erläutert Fricke. Das sei ein Grund für die Ertragseinbußen.

„Die Trockenheit haben wir versucht, mit der Beregnung auszugleichen“, berichtet der Schwüblingser. Die Beregnung verursache vor allem Energiekosten. Außerdem verschaffe sie den Landwirten zusätzlich Arbeit, gibt Fricke zu bedenken. Weil die Bauern ihre Felder beregnen könnten, hielten sich die Ertragsminderungen im Raum Uetze in Grenzen, sagt Wrede.

Nach seinen Worten sind die Niederlande ein wichtiges Zwiebelanbaugebiet in Europa. Dort falle die Ernte etwa 35 bis 40 Prozent niedriger aus sonst. „Das hat Auswirkungen auf den Markt. Zwiebeln sind knapp in Europa“, sagt der RWG-Chef. Die Folge seien hohe Zwiebelpreise, mit denen die hiesigen Landwirte ihre Mengeneinbußen ausgleichen könnten.

Diese Wagen mit goldgelben Zwiebeln, die gerade gerntet worden sind, stehen auf einem Acker in den Gemeindewiesen bei Uetze. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Wrede, Hennies und Fricke loben die gute Qualität der Zwiebeln. „Sie sehen gut aus und sind goldgelb“, sagt Fricke. „Sie leuchten diesmal richtig“, schwärmt Wrede. Denn bei trockenem Wetter sind die Erntebedingungen ideal. Nach dem Roden bleiben die Zwiebeln mehrere Tage zum Trockenen auf dem Acker liegen. Danach werden sie mit einer Erntemaschine eingesammelt. „Wichtig ist, dass es kaum regnet, wenn die Zwiebeln im Schwad liegen“, sagt Fricke. Sonst bekämen sie Flecken.

Uetze ist das einzige Silberzwiebelanbaugebiet in Deutschland. Auf rund 60 Hektar bauen Landwirte die kleinen weißen Zwiebeln für die Sauerkonservenindustrie an. Die Ernte wurde bereits vor drei Wochen abgeschlossen. „Es fehlt auch hier an Menge. Die Qualität ist sehr gut“, stellt Hennies fest. Wrede zufolge profitieren hier die Landwirte jedoch nicht vom knappen Angebot: Die Industrie nehme die Silberzwiebeln zu vorher vereinbarten Preisen ab.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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