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16:03 06.09.2018
Der Steindamm, den viele Kinder auf dem Weg zur Grundschule überqueren müssen, ist wegen seines kurvigen Verlaufs schlecht einsehbar: Der Ortsrat fordert deshalb Tempo 30 und den Bau einer Querungshilfe.
Der Steindamm, den viele Kinder auf dem Weg zur Grundschule überqueren müssen, ist wegen seines kurvigen Verlaufs schlecht einsehbar: Der Ortsrat fordert deshalb Tempo 30 und den Bau einer Querungshilfe. Quelle: HAZ-Archiv
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Hänigsen

Die Wunschliste für Investitionen in Hänigsen bleibt lang. Sie reicht von Ruhebänken für Senioren über verkehrsberuhigende Maßnahmen bis zur Ausweisung weiterer Wohn- und Gewerbegebiete in der mehr als 6000 Einwohner zählenden Ortschaft. Der Ortsrat, der am Mittwochabend tagte, hält trotz ablehnender Stellungnahme der Gemeinde an seiner Forderung fest, am Steindamm eine Querungshilfe anzulegen und Tempo 30 anzuordnen. Die Gemeinde hat diese Forderung als rechtlich nicht zulässig eingeordnet. „Wir sehen das im Zusammenhang mit der zu erwartenden Zunahme des Lastwagenverkehrs, sobald die Wathlinger Kalihalde vergrößert wird“, erklärt Ortsbürgermeister Norbert Vanin.

Aus diesem Grund sollen auch an der L 311 in Höhe des Freibads eine Querungshilfe und eine Bushaltestelle angelegt werden, lautet eine weitere Forderung. Anders als für den Steindamm erklärt die Gemeinde, dass hierfür eine Abstimmung mit der Landesstraßenverwaltung geplant sei.

Darüber hinaus will der Ortsrat eine Radarfalle für die L 311 in Höhe des Wohngebiets Riedel. Es soll laut Vanin nur ein Mast mit Kasten für die Kamera aufgestellt werden. Für die Aufnahmen könne man die Kamera aus der Altmerdingser Radaranlage an der B 188 nehmen. Es sei durchaus üblich, eine Kamera an mehreren Überwachungspunkten einzusetzen, erklärt der ehemalige Polizeibeamte. Das sei kosten- und personalsparend. Damit will der Ortsbürgermeister die Argumente der Gemeinde entkräften. Diese verweist auf die Kosten für Technik und Personal. „Für eine stationäre Messanlage erhalten wir keine Zustimmung von der Polizeiinspektion Burgdorf, da es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt“, so die Gemeinde weiter. „Altmerdingsen war auch kein Unfallschwerpunkt und hat trotzdem eine Anlage bekommen“, kontert Vanin.

Gute Chancen sieht Vanin, dass der Wunsch nach Ruhebänken erfüllt wird. „Die Gemeinde hat bemängelt, dass wir keine Standorte benannt haben.“ Das hat der Ortsrat nachgeholt: auf dem Kirchengelände, am Berliner Platz, auf der freien Fläche am Weferlingser Weg, zwischen Hänigsen und Riedel sowie auf der Windmühlenstraße in Höhe der Krippe.

Von Anette Wulf-Dettmer