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Region Uetze Nachrichten Gericht zieht Unfallfahrer zur Verantwortung
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15:40 29.04.2019
Amtsgericht Burgdorf. Quelle: Joachim Dege (Archiv)
Uetze

Mit einem blauen Augen davon gekommen ist 33 Jahre alter Mann, der sich nach einem Unfall auf der Bundesstraße 188 unerlaubt von der Unfallstelle entfernte. Das Amtsgericht in Burgdorf hat den Fall am Montag gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt, weil die Straftat schon fast zwei Jahre zurückliegt und der entstandene Unfallschaden längst reguliert ist.

Dass der Fall erst jetzt hat verhandelt werden können, liegt an den Meldegewohnheiten des Angeklagten. Lange wusste die Justiz nicht, wie sie den Mann erreicht. Nach der Trennung von seiner Ex, hatte dieser sich nicht umgemeldet. Bis es der Ex reichte und sie die Post an die Absender zurücksandte. Deshalb seien noch zwei weitere Strafverfahren in Darmstadt und Heilbronn offen, wie die Staatsanwaltschaft dem nichts ahnenden Mann eröffnete.

Passiert war im Oktober vor zwei Jahren dies: Der Mann fuhr auf der B 188 hinter Uetze Richtung Gifhorn mit drei anderen Autos hinter einem Lastwagen her. Es ging ihm zu langsam vorwärts und so wollte er überholen. Ein anderes Fahrzeug hinter ihm hatte freilich längst zum Überholen angesetzt und befand sich auf gleicher Höhe. Beim Ausscheren berührten sich die Autos.

Beide Fahrer konnten weiterfahren. Sie standen schließlich hintereinander an der Kreuzung Kreuzkrug, wo der nachfolgende Fahrer aussteigen und den Unfallverursacher zur Rede stellen wollte. Doch der fuhr wieder los, als die Ampel auf Grün umsprang, und hielt erst etwas später auf einem Schotterparkplatz an. Was dem anderen Fahrer, der sich noch das Kennzeichen notierte, entging. Er zeigte den Unfallfahrer an.

Der 33-Jährige bekam eine Vorladung zur Polizei, räumte dort seinen Fahrfehler auch ein. Die Versicherung regulierte den Schaden. Der Angeklagte glaubte die Sache damit erledigt. Ein Trugschluss: Weil er sich nach dem Unfall nicht selbst bei der Polizei gemeldet hatte, klagte ihn die Staatsanwaltschaft an. Das Abtauchen nach dem Unfall wollte auch das Gericht nicht durchgehen lassen. Es zeigte sich aber milde und stellte das Verfahren gegen Zahlung von 150 Euro ein. Das lag auch an der Aussage des Unfallgegners. Der wollte nicht ausschließen, dass der Angeklagte angehalten hatte und er es nur nicht bemerkt hatte.

Von Joachim Dege

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