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Region Uetze Nachrichten Einwohner gestalten Zukunft der Gemeinde Uetze
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00:20 25.02.2019
In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung über Stärken und Schwächen der Gemeinde sowie Verbesserungsvorschläge. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Die Einwohner der Gemeinde sind aufgerufen, die Zukunft ihrer Kommune mitzugestalten. Sie können Ideen in das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) Uetze 2030 einbringen, das Anfang nächsten Jahres vorliegen soll. Es geht laut Bürgermeister Werner Backeberg um die Frage: „Wie wollen wir im Jahr 2030 in Uetze leben, wohnen und arbeiten?“ Erste Vorschläge haben die Planungsbüros KoRIS und regecon während der Auftaktveranstaltung am Mittwochabend gesammelt, an der fast 100 Einwohner, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter teilgenommen haben. Über eine Onlinebefragung können weiterhin Bürger ihre Wünsche äußern.

Verbesserungsvorschläge haben die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung in Kleingruppen zu den Themen „Wohnen, Bauen und Versorgung“, „Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Mobilität“, „Freizeit, Kultur, Soziales, Bildung“ und „Klima, Umwelt, Land- und Forstwirtschaft“ erarbeitet. Sie wünschten sich zum Beispiel Radwege zwischen Uetze und Dollbergen und nach Burgdorf, ein Haus der Kulturen, die Ausweisung von Reitwegen, bezahlbare Sozialwohnungen, mehr WLAN-Spots, mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze, öffentliche Ladesäulen für Elektroautos, den Bau von Passivhäusern, das Anlegen weiterer Streuobstwiesen, Dorfgemeinschaftshäuser, ein Konzept für die offene Jugendarbeit und keine weitere Verstädterung. KoRIS-Geschäftsführerin Karolin Thieleking kündigte an, dass ihr Büro die Karten, auf die Teilnehmer ihre Anregungen geschrieben hatten, auswerten werde.

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Die Anwesenden sollten auch die Stärken und Schwächen nennen, die die Gemeinde aus ihrer Sicht hat. „Die Landschaft ist ein Pfund, mit der die Gemeinde wuchern kann“, stellte Thieleking fest. „Sie sind froh, dass Uetze einen ländlichen Charakter hat, und der soll erhalten werden“, sagte ihre Kollegin Elena Rautland zu den Teilnehmern.

Als Pluspunkte führten diese unter anderem die Naherholungsmöglichkeiten, die beiden Freibäder, die umfangreiche Nutzung erneuerbarer Energien, wenig Leerstände, eine noch relativ große Zahl an landwirtschaftlichen Familienbetrieben und eine gute Mobilfunkabdeckung an. Als Schwächen nannten sie zum Beispiel, dass Fachärzte fehlten, die Parkplätze an den Bahnhöfen nicht ausreichten, es kein Kino und keine Busverbindungen nach Celle und Peine gebe, die Schulen unter Raumnot litten und die Gemeinde Finanzprobleme habe.

Nach Thielekings Worten wollen die Planungsbüros über die Onlineumfrage auf der Homepage www.uetze.de eine breite Beteiligung der Bevölkerung erreichen. Die Umfrage läuft bis zum 18. März. Die Planerin wies darauf hin, dass weitere Veranstaltungen folgen werden. Die nächste ist eine Kinder- und Jugendzukunftswerkstatt am 13. März in der Mensa des Schulzentrums.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller