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Region Uetze Nachrichten Beweglichkeit in Slow Motion: So verläuft ein Aqua-Zumba-Kurs
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16:41 31.07.2019
Die schnellen Bewegungen von Trainerin Henrike Könecke im Wasser nachzumachen ist gar nicht so einfach. Quelle: privat
Uetze

36 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein – besser hätte das Wetter für meinen Schwimmbadbesuch nicht sein können. Eine Abkühlung kann ich gut gebrauchen. Aber beim Schwimmen und Planschen soll es nicht bleiben. Stattdessen steht an diesem Dienstag eine Dreiviertelstunde Aqua-Zumba im Freibad Uetze auf dem Programm. Um 19.30 Uhr, als der reguläre Betrieb schon eingestellt ist und die Badegäste das Bad verlassen haben, nehme ich meine neue sportliche Herausforderung an.

Henrike Könecke ist seit 2014 Aqua-Zumba-Trainerin

Mental habe ich mich schon auf Seitenstechen und Muskelkater eingestellt. Schließlich weiß ich, wie anstrengend Zumba-Übungen an Land sein können. Im Schwimmbad kommt dann noch mal der Widerstand des Wassers hinzu, der mich schon beim normalen Schwimmen ausbremst. Nach zehn Minuten, dachte ich, würde ich erschöpft am Beckenrand stehen, händeringend nach Luft schnappen und den anderen Teilnehmern nur noch zugucken.

Wenn der Aqua-Zumba-Kurs beginnt, haben die Tagesgäste bereits das Freibad verlassen. Quelle: privat

Vor Beginn des Kurses lerne ich Trainerin Henrike Könecke kennen, die von den anderen nur Henni genannt wird. Eine schlanke, junge Frau mit braunem Kurzhaar-Bob, die in ihrer blauen Sportkleidung kaum vom Wasser zu unterscheiden ist. 2012 hatte sie erfolgreich ihre Zumba-Ausbildung beendet und sich im Oktober 2014 in Magdeburg zur Aqua-Zumba-Trainerin fortgebildet. „Ich liebe einfach neue Herausforderung“, sagt Könecke. „Und ich finde es wichtig, dass man sich als Trainer weiter fortbildet.“ Dieser soll nun ihr erster offizieller Aqua-Zumba-Kurs nach der Schnupperstunde am Dienstag, 16. Juli, sein. „Auch bei dieser Kurseinheit steht wieder der Spaß im Fokus.“

Größte Herausforderung ist der Wasserwiderstand

Ob ich das später auch noch behaupten kann? Das denke ich bei mir. Während ich mit den anderen sieben Teilnehmern zur anderen Beckenseite schwimme, wo uns Henrike Könecke auf einem Steg die Übungen vormacht, schaltet diese die aufgebaute Musikstation ein. Laut schallen die lateinamerikanischen Rhythmen über das Freibadgelände. Ohne ein kleines Warm-up oder eine kurze Einführung geht es gleich mit den ersten Bewegungen los. Ich werde quasi ins kalte Wasser geworfen.

Die Übungen zum Anfang sind noch relativ harmlos, das Tempo machbar. Aber schon jetzt zeichnet sich eine Schwierigkeit ab: Wie befürchtet, bremst mich der Wasserwiderstand. Ich habe das Gefühl, mich in Slow Motion fortzubewegen. Wenn Trainerin Henni sich schon wieder nach links bewegt, bin ich immer noch rechts und führe die vorangegangene Übung aus. Irgendwie komme ich nicht richtig hinterher. Im Gegensatz zu den anderen, die offensichtlich keine Probleme mit dem Widerstand haben – wie ich feststelle, als ich mich einmal umblicke. In diesem Moment bin ich ganz froh, dass das Freibad so gut wie verlassen ist.

In der vordersten Reihe versuche ich, die schnellen Bewegungen von Trainerin Henrike Könecke, so gut es mir eben möglich ist, nachzumachen. Quelle: privat

„Könnt ihr noch?“, fragt Henni immer wieder zwischendurch, nachdem sich allmählich auch das Tempo erhöht. „Ja“, rufen wir im Chor. Das ist das Faszinierende: Irgendwie gerate ich nicht aus der Puste. Kein Seitenstechen, nichts. Und übermäßig sportlich bin ich eigentlich nicht, dass ich mit meinem guten Trainingszustand argumentieren könnte. Ich frage mich, ob ich irgendetwas falsch mache – außer, dass ich nicht mit der Schnelligkeit von Henni mithalten kann. Die hüpft wie ein Flummi auf ihrem Steg herum, ist mal hier, mal dort und auch schon ein bisschen außer Atem. Um Könecke etwas nach der Trainingseinheit abzukühlen, spritzen zwei Teilnehmerinnen sie mit Wasser nass, was Henni ganz entspannt auffasst. Schließlich kann sie auch eine Abkühlung gebrauchen.

Aqua-Zumba-Stunde trifft bei Teilnehmern auf gute Resonanz

Inzwischen ist die Sonne hinter dem Bademeisterhaus verschwunden, und es wird zunehmend kühler im Wasser. Da mich die Aqua-Zumba-Übungen nicht allzu sehr aufheizen, ist es dann schon etwas frostig. Trotzdem erlebe ich einen Abend mit viel Spaß und schnellen Rhythmen. Auch die anderen Teilnehmer hätten sehr viel Freude gehabt, sagt mir Henni am Ende sichtlich zufrieden über ihren ersten Aqua-Zumba-Kurs.

Wer selbst einmal an einem Aqua-Zumba-Kurs mit Trainerin Henrike Könecke teilnehmen möchte, kann das am Dienstag, 6. August, um 19.30 Uhr im Freibad Uetze an der Bodestraße 11 tun. Sechs Kurseinheiten kosten 38 Euro. Interessierte können aber auch bei einzelnen Kursen mitmachen. Teilnahmekarten sind im Schwimmmeisterbüro erhältlich.

Von Laura Beigel

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