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Nachrichten Autoverkehr auf Berliner Allee nimmt zu
Region Uetze Nachrichten Autoverkehr auf Berliner Allee nimmt zu
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00:15 08.05.2019
Aus naturschutzrechtlichen Gründen kann die Zufahrt zur geplanten Park-and-ride-Analge nicht zwischen der Eichenreihe an der Ladestraße und den dortigen Garagen (rechts im Bild) angelegt werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dollbergen

Die Region Hannover will auf der Südseite des Bahnhofs Dollbergen auf einer Pferdeweide an der Ladestraße eine weitere Park-and-ride-Anlage bauen. In zwei Bauabschnitten sollen 133 und 92 Stellplätze entstehen. Anwohner der Berliner Allee kritisieren, dass wegen des neuen Großparkplatzes der Autoverkehr vor ihrer Haustür stark zunehmen wird. Denn die Autofahrer sollen nicht mehr wie ursprünglich geplant von der Ladestraße, sondern von der Ackersbergstraße auf die Park-and Ride-Anlage fahren. Diese Änderung des Bebauungsplanentwurfs wurde aus Naturschutzgründen notwendig.

Nach der Prognose eines Verkehrsplaners wird der Autoverkehr auf der Berliner Allee erheblich zunehmen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Nach Verkehrszählungen der Gemeinde befahren derzeit an Werktagen 285 Kraftfahrzeuge die Berliner Allee. Der Verkehrsplaner Lothar Zacharias geht davon aus, dass an Werktagen etwa 595 Autofahrer die Park-and-ride-Anlage ansteuern werden. Mit den Rückfahrten werden das am Tag rund 1190 Fahrten sein. Etwa die Hälfte der Autofahrer wird nach Zacharias’ Einschätzung über die Bahnhofstraße, die westliche Ladestraße und die Berliner Allee zu dem neuen Parkplatz fahren, zirka 40 Prozent über die östliche Ladestraße und die nördliche Ackersberg Straße und die restliche zehn Prozent über die südliche Ackersbergstraße.

„Demnach ergeben sich auf der Berliner Allee wegen der geänderten Anbindung des Park-and-ride-Parkplatzes zirka 595 zusätzliche Kraftfahrzeugfahrten pro Werktag. Die absolute Verkehrsbelastung ist hier zwar relativ gering, der prozentuale Zuwachs gegenüber der heutigen Situation aber erheblich“, stellt Zacharias fest. Das sei aus verkehrspolitischer Sicht kritisch zu betrachten, weil der neue Parkplatz eigentlich die Berliner Allee entlasten soll. Derzeit stellen Pendler dort ihren fahrbaren Untersatz ab, weil die beiden bisherigen Park-and-ride-Anlagen in Bahnhofsnähe zu klein sind.

Gegen die ursprünglich geplante Zufahrt von der Ladestraße auf den Parkplatz hatten die untere Naturschutzbehörde und der Naturschutzbund (Nabu) Einwände erhoben. Sie machen darauf aufmerksam, dass die Eichenreihe entlang der Ladestraße als Naturdenkmal ausgewiesen ist. „Aufgrund des Höhenunterschieds zwischen der bestehenden Grünfläche und der Ladestraße wären umfassende Bodenarbeiten im Bereich der Bäume nötig“, schreibt die Naturschutzbehörde. Aber solche Arbeiten seien im Bereich des Naturdenkmals nicht erlaubt. Wenn man die Zufahrt zwischen der Baumreihe und den dortigen Garagen anlegte, nähme zumindest die Eiche am Westende der Baumreihe Schaden.

Der Nabu hat auf der bisherigen Weide Sandbienen entdeckt. Die Planer hatten dieses Vorkommen zunächst nicht berücksichtigt. Im geänderten Entwurf des Bebauungsplans schlagen sie nun vor, bei der Eingrünung des Parkplatzes Pflanzen auszuwählen, welche Wildbienen ausreichend Nahrung bieten.

Der Ortsrat von Dollbergen befasst sich mit der Park-and-ride-Anlage in seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Mai, ab 18 Uhr im Sportheim.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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