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Nachrichten Kirchenumbau in Obershagen jetzt Chefsache
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00:39 28.05.2018
Ortsbürgermeister Andreas Staas (von links) zeigt Baudirektor Werner Lemke und Amtsleiter Stefan Kunkel die Südseite der St.-Nicolai-Kirche. Quelle: Privat
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Obershagen

Der geplante Umbau der St.-Nicolai-Kirche zu einem Veranstaltungszentrum für das Dorf ist nicht länger Sache allein der Akteure im Ort und des Bauamtes der Landeskirche. Längst haben auch die obersten Denkmalschützer des Landes ein Auge auf das ambitionierte Projekt geworfen – und Nachbesserungen an den Planungen angemahnt.

In dieser Woche gab es ein Treffen aller Beteiligten. Dabei nahm der Leiter des Landesamts für Denkmalpflege, Reiner Zittlau, das Gotteshaus höchstselbst in Augenschein und besprach sich anschließend mit Werner Lemke, Leitender Baudirektor der Landeskirche, und Stefan Kunkel, der das Amt für Bau- und Kunstpflege in Celle leitet und dessen Behörde die bisher vorliegenden Entwürfe ausgearbeitet hatte. Anschließend stand fest: „Wir müssen nochmal an den Zeichentisch“, sagte Kunkel.

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Baudirektor Werner Lemke (von links), Ortsratsmitglied Burghard Homann und Landesdenkmalpfleger Reiner Zittlau lassen sich von Stefan Kunkel die Entwürfe erläutern. Quelle: Privat

Damit die Kirche in Zukunft als Dorfzentrum genutzt werden kann, muss die vorhandene Bausubstanz um Sanitäranlagen ergänzt werden. Auch eine Teeküche soll angebaut werden. Das Landesdenkmalamt wünscht sich allerdings, dass dabei der besonderen Bedeutung des Kirchturms Rechnung getragen werden soll. Dieser älteste Teil des Gebäudes präge die Ansicht der Kirche von der Straße aus, weshalb die ursprünglich geplanten baulichen Veränderungen dort abzulehnen seien. An anderer Stelle hat das Landesdenkmalamt jedoch nichts einzuwenden gegen einen Anbau. Zittau, Lemke und Kunkel erörterten mögliche Alternativen, die nun die Basis für die notwendige Überplanung der Entwürfe für das Vorhaben bilden sollen.

Die Überplanung sowie eine noch vorgesehene Erkundung des Kirchengeländes durch Archäologen führten dazu, dass sich der eigentlich für das nächste Jahr angedachte Baubeginn verzögern werde, bilanzierte Pastor Steffen Lahmann hinterher: „Wir wären gerne schon weiter, wissen aber, dass unser Projekt jetzt Chefsache ist.“ Zumal für das von Kirchenvorstand und Ortsrat gemeinsam angestoßene Projekt auch EU-Fördermittel beantragt werden sollen. Die Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen werde die von einem Aktivkreis Obershagener Bürger für eigene Veranstaltungen mitgenutzte Kirche auch in Zukunft als Gottesdienstraum nutzen, stellte der Theologe klar. Nach dem Umbau werde die Immobilie aber auch verschiedenen Gruppen im Dorf zur Nutzung zur Verfügung stehen.

Von Joachim Dege