Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Gericht: Drogenbesitz war kein Ausrutscher
Region Uetze Nachrichten Gericht: Drogenbesitz war kein Ausrutscher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 11.02.2014
Von Joachim Dege
Das Amtsgericht Burgdorf hat einen Angeklagten zu einer Geldstrafe verurteilt.
Das Amtsgericht Burgdorf hat einen Angeklagten zu einer Geldstrafe verurteilt. Quelle: Symbolbild
Anzeige
Uetze

Elf Gramm der Aufputschdroge Amphetamin, eine Packung mit Cannabis-Mutterkorn und eine Feinwaage fand die Polizei im Wohnzimmer. Im Kühlschrank hatte der Mann drei Gramm Halluzinationen hervorrufende Pilze gelagert. In der Wohnung verstreut lagen Bongs, also Rauchgeräte, mit Haschisch-Anhaftungen herum. Und auf dem Dachboden fanden die Ermittler dann auch noch UV-Lampen und weitere zum Marihuana-Eigenanbau geeignete Utensilien.

Daraus zogen erst die Polizei und schließlich auch die Staatsanwaltschaft und das Gericht den Schluss, dass es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher handeln konnte. Genau das aber machte der 25-Jährige im Gerichtssaal geltend: Er sei da nur so reingerutscht, weil er von der andauernden Warterei auf einen Studienplatz im vergangenen Jahr so frustriert gewesen sei. Allein, das kauften ihm weder der Staatsanwalt noch Strafrichterin Stephanie Rohe ab.

Rohe verurteilte den jungen Mann, der eine Ausbildung zum Fachinformatiker erfolgreich abgeschlossen hat, zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro. Dann las sie ihm noch gründlich die Leviten: Er möge sich überlegen, was er seinem Körper antut und solle sich einen Job suchen: „Arbeit lenkt ab.“

Norbert Korte 10.02.2014