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Region Uetze Nachrichten Jakobskreuzkraut gehört nicht in Kompost
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18:08 24.07.2018
So sehen die Blüten des Jakobskreuzkrauts aus.
So sehen die Blüten des Jakobskreuzkrauts aus. Quelle: HAZ-Archiv
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Uetze

Die Gemeindeverwaltung weist Garten- und Grünflächenbesitzer daraufhin, dass sie Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen, wie das Jakobskreuzkraut, die Herkulesstaude und Ambrosia weder auf ihrem eigenen Komposthaufen noch als Grünabfall im Sack entsorgen. Denn die Ausbreitung dieser Pflanzen soll soweit wie möglich verhindert werden.

Die Ambrosia-Pflanze. Quelle: dpa-Zentralbild

Wie die Gemeinde Uetze dazu schreibt, sei die Blüte des Jakobskreuzkrauts zwar schön anzusehen und auch bei Insekten beliebt. Doch sie enthalte Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in der Leber von Mensch und Tier zu toxischen Stoffen abgebaut, die irreversible Leberschäden verursachen. Auf der Weide lassen Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen das Kreuzkraut stehen, weil sie wissen das es giftig ist. Doch sobald diese Pflanzen getrocknet im Heu verfüttert werden, können die Tiere sie nicht mehr erkennen. Darüberhinaus wurden PA auch schon im Honig gefunden, weil auch Bienen das Jakobskreuzkraut anfliegen.

Die Herkulesstaude ist vielerorts auf dem Vormarsch. Quelle: HAZ-Archiv

„Der Bekämpfung und fachgerechten Entsorgung kommt daher eine entscheidende Rolle zu“, erklärt der Umweltsachbearbeiter Johannes Leßmann. Kreuzkraut ebenso wie Herkulesstaude und Ambrosia müssen gut verpackt gesondert entsorgt werden, und zwar in den Sperrmüllbehältern auf den aha-Wertstoffhöfen – bis zu einem Kubikmeter kostenlos.

Die Verbreitung dieser gefährlichen Pflanzen werde dadurch unterbunden, da der Sperrmüll verbrannt werden. Für die Bürger Uetze ist der nächstgelegene Entsorgungspunkt die Burgdorfer Deponie an der Steinwedeler Straße.

Von Anette Wulf-Dettmer